Fertigstellung der Ortsumfahrung verzögert sich bis Sommer 2024

Umgehung Dorfitter: Streckenbau startet

Jetzt räumt’s an der Ortsumgehung Dorfitter: (von links) Bauleiter Diplom-Ingenieur Michael Schulze von Firma Rohde, Jochen Wachenfeld-Teschner von der Wachenfeld GmbH sowie Rainer Mitze von Hessen Mobil.
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Jetzt räumt’s an der Ortsumgehung Dorfitter: (von links) Bauleiter Diplom-Ingenieur Michael Schulze von Firma Rohde, Jochen Wachenfeld-Teschner von der Wachenfeld GmbH sowie Rainer Mitze von Hessen Mobil.

Seit drei Tagen rollen wieder die Bagger: Die Erdarbeiten für den Streckenbau der B 252-Ortsumgehung Dorfitter haben begonnen.

Vöhl-Dorfitter – Rund 25 Baufahrzeuge, von Schleppern über Kettenbagger bis hin zu Dumpern und Felsbrecherwalze, arbeiten gleichzeitig auf der Strecke zwischen der Kuhbachtalbrücke unterhalb von Obernburg bis zum nördlichen Abzweig der B 252 nach Korbach.

Damit sei die Baustelle aktuell die mit Abstand größte im Landkreis, erklärt Marco Lingemann, Sprecher von Hessen Mobil. Insgesamt verzögert sich die Fertigstellung der ganzen Umgehung bis zum Sommer 2024 – ursprünglich war sie für Ende 2023 geplant.

„Bis zum Herbst 2022 sollen Erdabbau und Entwässerungsarbeiten fertig sein, der Asphalt auf dem aktuellen Streckenabschnitt liegen“, sagt Rainer Mitze, der für die Ortsumgehung verantwortliche Ingenieur in der Bauabteilung von Hessen Mobil. Rund 185 000 Kubikmeter Boden müssen für diesen Bauabschnitt bewegt werden. Während der Mutterboden an anderer Stelle wieder zum Einsatz kommt, wird mit einem Großteil des weniger wertvollen Bodens der nahe gelegene ehemalige Steinbruch aufgefüllt, erklärt Lingemann. Allerdings bleibe eine Steilwand aus Naturschutzgründen frei. Gleichzeitig führt die Trasse durch einen anderen Teil des Steinbruchgeländes: Bis zu 15 Höhenmeter müssen ausgebaggert werden.

Im Auftrag von Hessen-Mobil führt eine Bietergemeinschaft aus den beiden heimischen Firmen Wachenfeld und Rohde die Arbeiten aus. Die Unternehmen bauen zunächst die Wirtschaftswege, damit die Landwirte zu ihren Feldern kommen.

„Eine Besonderheit ist, dass ein Teil der Straße durch den ehemaligen Steinbruch geführt wird, der mit Erdreich ausgefüllt wurde. Damit es nicht zu unerwünschten Setzungen kommt, müssen dort aufwendige Gründungsmaßnahmen gebaut werden. Sogenannte Gründungspolster werden mit Steinen verfüllt, was dafür sorgt, dass die Straße die nötige Standfestigkeit bekommt,“ erklärt Mitze.

Für den Verkehr auf der Bundesstraße werde es zunächst keine größeren Einschränkungen geben, sagt Lingemann. Zwischenzeitlich werde die B 252 auf Höhe des nördlichen Anschlusses für rund zwei Wochen nur halbseitig befahrbar sein, eine Baustellenampel regele den Verkehr.

Ortsumgehung Dorfitter: Streckenweise müssen 15 Höhenmeter ausgebaggert werden. Mit dem Erdaushub wird ein Teil des nahegelegenen Steinbruchs aufgefüllt.

Wie berichtet, musste der Südanschluss von Dorfitter an die Bundesstraße wegen der reaktivierten Bahnstrecke umgeplant werden. „Wir gehen derzeit davon aus, dass der Planänderungsbeschluss in Kürze vorliegt“, sagt Lingemann, öffentliche Auslegung und Anhörung der Träger öffentlicher Belange würden folgen.

Da die Änderung des Südanschlusses Zeit gekostet hat, werde die gesamte, drei Kilometer lange und acht Meter breite Ortsumgehung etwas später als zunächst geplant freigegeben: Im Sommer 2024. Von Marianne Dämmer

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