Verborgene Welten erleben

Waldeck-Frankenberg: Neuer Film im 4D-Sinne-Kino des Nationalparkzentrums

Filmpremiere im Nationalparkzentrum: (von links) Achim Frede, Abteilungsleiter Forschung und Planung, Nationalpark-Ranger Markus Daume, Komponist Mark Oliver Ullmann, Nationalparkleiter Manuel Schweiger, Produzent Gary Krosnoff, Umweltministerin Priska Hinz, Patrick Delsing, Postproduktion, und Erika Hofmann, Leiterin Bildung und Vermittlung, freuen sich über den neuen Film, der im 4D-Sinne-Kino zu sehen ist.
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Filmpremiere im Nationalparkzentrum: (von links) Achim Frede, Abteilungsleiter Forschung und Planung, Nationalpark-Ranger Markus Daume, Komponist Mark Oliver Ullmann, Nationalparkleiter Manuel Schweiger, Produzent Gary Krosnoff, Umweltministerin Priska Hinz, Patrick Delsing, Postproduktion, und Erika Hofmann, Leiterin Bildung und Vermittlung, freuen sich über den neuen Film, der im 4D-Sinne-Kino zu sehen ist.

Im 4D-Sinne-Kino des Nationalparkzentrums bei Herzhausen stimmt ab sofort ein neuer Film auf den Nationalpark Kellerwald-Edersee ein.

Vöhl-Herzhausen – Der 3D-Film „Verborgene Welten – Uriger Urwald“ feierte am Donnerstag Premiere im Beisein der Hessischen Umweltministerin Priska Hinz, des Produzenten Gary Krosnoff sowie weiteren Mitwirkenden und des Nationalpark-Teams.

Einzigartige Wildniseinblicke, spektakuläre Kameraperspektiven, Unterwasseraufnahmen, aufwendige Animationen, eine ausgefeilte Lichtshow und eigens komponierte Musik: Daraus ist eine Gesamtkomposition entstanden, die im 4D-Sinne-Kino Wildnis erlebbar macht. Aus dem Blickwinkel einer Wildkatze wird der Zuschauer durch die werdende Wildnis geleitet, schleicht durch verborgene Lebensräume und entdeckt besondere Orte im Nationalpark. „Der Film zeigt auf beeindruckende Weise, wie vielfältig die Wildnis im Nationalpark ist. Der Film bildet außerdem den neuen, vergrößerten Nationalpark ab und danke allen, die an der Produktion beteiligt waren“, sagte die Hessische Umweltministerin Priska Hinz bei der Filmpremiere im Nationalpark-Zentrum Kellerwald bei Herzhausen.

Hinter dem 15-minütigen Film stecken eineinhalb Jahre intensive Produktionszeit, 16 Terabyte Daten und insgesamt 30, über ein Jahr verteilte Drehtage im Schutzgebiet, um auch die verschiedenen Jahres- und Tageszeiten einzufangen, erklärte der Produzent Gary Krosnoff. „Der Aufwand hat sich gelohnt“, sagte Nationalparkleiter Manuel Schweiger.

Die Idee, den Nationalpark als Wildkatze zu erkunden, hat dem Produktionsteam im Gelände einiges körperlich abverlangt: „Es ging über Stock und Stein, durch Bäche und über Wiesen. Wir hingen an Prallhängen, kletterten über Blockhalden. Wir seilten uns mit dem 20 Kilogramm schweren Kameraequipment ab, um an die exponierten Stellen der Pfingstnelke zu gelangen“, berichtete Produzent Gary Krosnoff von den Dreharbeiten: „Ich bin stolz, dass wir das geschafft haben.“

Darüber hinaus sei es oft eine Geduldsprobe gewesen, da die wilden Protagonisten und das Wetter mitspielen mussten. Um die Tiere vor die Kamera zu bekommen, hat das Produktionsteam mit Falknern, Reptilien- und Käferexperten sowie dem Wildkatzendorf Hütscheroda zusammengearbeitet.

Als ein besonderer Glanzpunkt bleibt Krosnoff der 3D-Dreh eines lebenden Exemplars des seltenen und unter Schutz stehenden Veilchenblauen Wurzelhalsschnellkäfers in einer Kulisse eines Totholzstamms in Erinnerung. Vom Team des Nationalparks unterstützten die Dreharbeiten vor allem Achim Frede, Abteilungsleiter Forschung und Planung, und Nationalpark-Ranger Markus Daume mit ihrem großen Wissensschatz über Flora und Fauna sowie ihrer Ortskenntnis im Gebiet. „Der Film macht verborgene Welten noch begreifbarer“, sagte Markus Daume und lobte den respektvollen Umgang der Crew mit der Natur.

Neben den 3D-Bildern des Films machen die Musik und die neue Technik den Kinobesuch auf der vierten Dimension mit Wind, Nebel, Licht und Stuhleffekten zu einem Erlebnis – es regnet sogar im Kinosaal. Die Musik von Mark Oliver Ullmann wurde eigens für den Film komponiert, vermittelt Gefühle und baut Spannung auf. Zur Stimmung trägt darüber hinaus eine auf den Film abgestimmte Lichtshow bei.

Die Kosten für neue Software, Effektprogrammierung, Technik inklusive neuer Leinwand belaufen sich auf 248 000 Euro, die Gesamtkosten für den Film betragen 175 000 Euro. Der Film ist in Deutsch, Englisch, Niederländisch und Französisch zu sehen. Durch eine Audiodeskription wird außerdem sehbehinderten und blinden Menschen akustisch beschrieben, was sie nicht sehen können.  red/md

Das Nationalpark-Zentrum Kellerwald hat bis 31. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, ab 1. November Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16.30 Uhr.

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