Nadia Böhme aus Herbsen

Kandidatin für Bürgermeisterwahl will Infrastruktur verbessern und Volkmarsen sozialer machen

Sie will Bürgermeisterin werden: Nadia Böhme aus Volkmarsen kandidiert am 6. März in Volkmarsen.
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Sie will Bürgermeisterin werden: Nadia Böhme aus Volkmarsen kandidiert am 6. März in Volkmarsen.

Die Infrastruktur in Volkmarsen verbessern und soziale Themen anpacken will die Bürgermeisterkandidatin Nadia Böhme aus Herbsen.

Volkmarsen – Eigentlich fühlt sie sich in ihrem Beruf als Baustoffprüferin sehr wohl. Dennoch hat Nadia Böhme hat das Gefühl, dass sie mit ihrer Erfahrung als Mutter und ihrem Wissen vom Bau auch einen Beitrag zur Entwicklung der Stadt leisten kann, in der sie vor zehn Jahren als Kasselanerin heimisch wurde.

Der berufliche Weg

Deshalb kandidiert die 40-Jährige am 6. März um die Nachfolge von Bürgermeister Hartmut Linnekugel, der nach 24 Jahren nicht mehr zur Wahl steht. Nadia Böhme ist parteilos, Mutter eines 17-jährigen Sohnes, mit dessen Vater sie in Herbsen in einem Fachwerkhaus wohnt.

Nach dem Abitur hatte sie mit einem Maschinenbaustudium begonnen. Als das Baby kam, brach sie das Studium ab und entschied sich zwei Jahre später für eine Ausbildung als Baustoffprüferin, Fachrichtung Mörtel und Beton.

Bei Hessen-Mobil

Sie arbeitete im Labor eines Frischbetonwerkes und war Laborleiterin in einem Kalkwerk. Mit Fortbildungsprüfungen wurde sie zur Betontechnologin und wechselte zum Landesstraßenbaubetrieb Hessen-Mobil. Hier wacht sie darüber, dass beim Bau von Straßen und Brücken auch genau die Beton- und Asphaltqualitäten eingebaut werden, die bestellt wurden und bezahlt werden sollen.

Von ihren Prüfberichten hängen die Abnahme und Abrechnung von Millionenprojekten ab. Die verantwortungsvolle Arbeit gefällt ihr. In der Männerdomäne Straßenbau hat sie sich Respekt erarbeitet.

Das sind die Ideen

Nun steht sie bereit, ihr Bestes für die Entwicklung der Stadt Volkmarsen zu geben. Bürgermeister Hartmut Linnekugel habe in seinen 24 Jahren Amtszeit vieles richtig gemacht.

Dennoch traue sie sich zu, vor allem in Sachen Infrastruktur noch ein wenig verbessern zu können. Der Zustand von Straßen liegt ihr berufsgemäß am Herzen.

Integration Herzensanliegen

Ebensowichtig ist ihr die Integration von behinderten Menschen in das ganz normale Leben. Ihr Sohn ist Autist. Das schärft den Blick für Menschen, die es schwer haben in der Gesellschaft.

Bürgermeisterwahl Volkmarsen

Außerdem habe sie den Eindruck, dass Wohnraum für sozial schwache Familien fehle in der Stadt. Als Bürgermeisterin will sie sich dafür einsetzen, den sozialen Wohnungsbau zu fördern: „Das hilft den Menschen und das hilft der Stadt.“

Ökologische Projekte will sie pragmatisch angehen. Mehr Solardächer wären aus ihrer Sicht erstrebenswert.

Die Einschätzung

Die Vereine, in denen sie Mitglied ist, beschreiben, was ihr wichtig ist: Sie weiß die sozialen Hilfen des Sozialverbands VdK zu schätzen und gehört dem Verein Deutscher Betoningenieure an.

Ihre Chancen bei der Wahl schätzt sie „fifty-fifty“ ein. Dabei blickt sie nicht verbissen auf den Wahlerfolg. Ihr ist es vielmehr wichtig, dass die Volkmarser am 6. März eine Wahl haben. (Elmar Schulten)

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