Interessenten für Teilflächen

Coworking-Space auf altem Möbelhaus-Gelände in Volkmarsen beabsichtigt

Marcel (links) und Ulrich Hahn präsentieren Ihr Coworking-Bauprojekt für einen Teil des ehemaligen Osthoff-Geländes in Volkmarsen.
+
Marcel (links) und Ulrich Hahn präsentieren Ihr Coworking-Bauprojekt für einen Teil des ehemaligen Osthoff-Geländes in Volkmarsen.

Mehrere Interessenten wollen auf alten Volkmarser Osthoff-Gelände bauen, auch ein Coworking-Projekt ist beabsichtigt.

Volkmarsen – Auf einem 5000 Quadratmeter großen Teilstück des 3,5 Hektar großen ehemaligen Osthoff-Geländes wollen Marcel und Ulrich Hahn ein Gebäude mit zwei Geschossen und Coworking-Arbeitsplätzen für bis zu 35 Menschen bauen.

Das ist der „Fahrplan“ des Magistrates

Das kleine Vater-Sohn-Unternehmen zählt zu den aktuell Interessierten für Teilflächen des von der Stadt vor acht Jahren erworbenen Gewerbegrundstücks. Im Juli soll in der Stadtverordnetenversammlung über das Thema beschlossen werden.

„Wir scharren mit den Hufen“, beschreibt Marcel Hahn die Bereitschaft für den Bau der Coworking-Arbeitsplätze. Die Finanzierung sei geklärt, Architektenpläne liegen vor und Interessenten für eine solche Arbeitsgelegenheit gebe es auch, sagt Marcel Hahn.

Das ist Coworking

Hahn sieht sich als Mitglied des Networks Waldeck-Frankenberg, in dem Vertreter verschiedener Berufsgruppen zusammengeschlossen sind, und durch eine Studie der Bertelsmann-Stiftung ermutigt, diesen Schritt zu unternehmen. Coworking bedeutet das zeitweise Zusammenarbeiten von Angehörigen verschiedener Berufe, vor allem aus dem IT- oder Kreativ-Bereich, unter einem Dach. Das soll den Gedanken- und Ideenaustausch untereinander fördern.

Aber auch für Menschen, die fernab der Metropolen auf dem Lände günstiger und doch effektiv ihrer Arbeit nachgehen wollen und die Kommunikation suchen, ist so ein Coworking-Platz interessant.

Gedanken bei der Arbeit austauschen

Die Hahn Projects GmbH will auf einem 600 Quadratmeter großen Areal in einem zweigeschossigen Gebäude 15 Plätze für das eigene Unternehmen und 15 andere Plätze zum Vermieten schaffen. Die Plätze sind möbliert, durch Leichtbauwände voneinander getrennt und doch offen für den geistigen Austausch. Zudem wird der nötige Internetanschluss geboten.

Die Miete soll flexibel gestaffelt werden und an dem Zeitbedarf der Interessierten orientiert sein.

Niedrigenergiehaus

Ein Raum für Veranstaltungen und Besprechungen wird neben einer gemeinsamen Küche angeboten. Auch das Umfeld soll ansprechend gestaltet werden. Das kastenförmige Gebäude wird als Niedrigenergiehaus mithilfe erneuerbarer Energien mit Strom und Wärme versorgt.

Ulrich und Marcel Hahn haben eigene, unterschiedliche Erfahrungen aus ihrem Berufsleben mitgebracht. Ulrich Hahn durch größere Firmenprojekte für Firmen in München, der Sohn durch geteilte Büroräumlichkeiten im Science-Park Kassel. Beide schätzen den gedanklichen Austausch über die jeweiligen Vorhaben und über die beruflichen Rahmen hinaus.

Aufs Land gezogen

Ulrich Hahn berichtet zudem, dass er vor gut 20 Jahren nach Volkmarsen gezogen sei, weil die Kosten für die Miete und sonstige Lebenshaltung dort an der Spitze in Deutschland liegen und er genauso gut auf dem Lande tätig sein kann. Hahn: „Diese Entscheidung habe ich noch nicht bereut.“

Inzwischen gibt es mehrere Interessierte für Teilstücke des früheren Möbelhaus-Grundstücks, das sogar über einen Gleisanschluss verfügte. Der Magistrat prüfe nun die Pläne für die Nutzung der Teilparzellen, berichtete Bürgermeister Hartmut Linnekugel dazu auf Nachfrage der WLZ.

Das sind Kriterien

Der Magistrat habe sich am Montag darauf geeinigt, die Vorhaben unter den Gesichtspunkten Flächenverbrauch, Arbeitsplätze und produzierendes Gewerbe zu untersuchen.

Das Gremium werde sich in diesem Monat mit dem Thema wieder befassen. Die Beratung in der Stadtverordnetenversammlung stehe im Juli an.

Gelände 2013 gekauft

Die Stadt hatte das 3,5 Hektar große Gelände 2013 erworben und die heruntergekommenen Gebäude im folgenden Jahr abbrechen lassen. 1966 hatte Edeka das Areal gekauft und bebaut. 1976 erwarb die Firma Osthoff die Liegenschaften. Seit 2005 standen die Gebäude leer und verkamen.

Die Kommune erwarb das Areal, um für gewerbliche Nutzung weiteres Gelände bereithalten zu können. (Armin Haß )

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.