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19 Schulen im Kreis Kassel sind bald vernetzt

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Von: Bea Ricken

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Oberstufenleiter Carsten Müller am Smart-Board im Physikunterricht in der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule.
Der Kreis treibt die Digitalisierung in Schulen voran: Unser Bild entstand im digitalen Physikunterricht bei Oberstufenleiter Carsten Müller am Smart-Board in der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule. © Laura Ruth

Während die Schüler bereits die Sommerferien genießen, nutzt der Landkreis Kassel die Gelegenheit, Bauarbeiten in und an den Gebäuden weiter voranzutreiben. Die Digitalisierung soll 2024 abgeschlossen sein

Kreis Kassel – An 14 Schulen im Landkreis Kassel laufen Elektroarbeiten für die Vorbereitung des Digitalpakts Schule. „Wir investieren dafür knapp 3,4 Millionen Euro“, erklärt Erste Kreisbeigeordnete Silke Engler. Fünf weitere Schulen sollen jetzt folgen. „Der Kreisausschuss hat die Aufträge für die Christine-Brückner-Schule Bad Emstal, die Baunsbergschule und die Langenbergschule in Baunatal, die Ernst-Abbe-Schule in Kaufungen und die Grundschule Söhrewald-Wellerode freigegeben“, erklärt Landrat Andreas Siebert. Das Gesamtvolumen der neuen Aufträge belaufe sich auf rund 1,3 Millionen Euro, die Aufträge gingen an Unternehmen aus Kassel und Lohfelden.

Die Digitalisierung habe Priorität. Auch wenn die Fördermittel nicht reichten, werde jede Schule vernetzt. Laut Engler soll der Ausbau 2024 abgeschlossen sein, und damit ein Jahr vor Ende des Förderprogramms.

Mit den Arbeiten soll in 204 Räumen der fünf Schulen eine einheitliche und technisch aufeinander abgestimmte digitale Lehr- und Lerninfrastruktur entstehen. Dafür ist eine Modernisierung der vorhandenen Starkstrom- und Fernmeldeanlagen sowie der Informationstechnik erforderlich. Insgesamt werden unter anderem 19 755 Meter Leitungen und 34 600 Meter Datenkabel verlegt sowie 465 Anschlussdosen für HDMI, USB und Video und eine Vielzahl neuer Zugänge zum Schulnetzwerk eingebaut.

Das größte Bauprojekt im Kreis ist der Umbau der ehemaligen Herwig-Blankertz-Berufsschule auf der Wolfhager Liemecke mit einem Kostenvolumen von 13 Millionen Euro. Überraschenderweise seien die Kosten trotz Krisen bisher im Rahmen, so Silke Engler.

In der Käthe-Kollwitz-Schule Hofgeismar begann in dieser Woche die Sanierung der Klassen- und Fachräume. Außerdem wird ein zweigeschossiger Erweiterungstrakt gebaut und das Schwimmbad auf Vordermann gebracht. Auch nach den Ferien geht es weiter. „Unser Ziel ist es immer noch, alle Maßnahmen bis Ende 2023 abzuschließen“, erklärt die Erste Kreisbeigeordnete. Leider gebe es derzeit einen Verzug von rund sechs Wochen. Investiert werden in Hofgeismar 10,8 Millionen Euro.

Im Verzug sei leider auch die Baumaßnahme an der Ernst-Abbe-Schule in Oberkaufungen. Zwar seien auf dem Schulhof bereits seit mehreren Monaten die Ausweichcontainer für die Bauphase aufgestellt, die Verzögerung sei jedoch der Tatsache geschuldet, dass es fast unmöglich gewesen sei, eine Firma zu finden, die den Stromverteiler für die Baustellenzeit liefern konnte. Nun hofft der Kreis auf baldige Lieferung, damit die Schüler im September zum Schulstart in die Container umziehen können. Das Projekt kostet 4,1 Millionen Euro.

Fast fertig ist die Sanierung der Zierenberger Elisabeth-Selbert-Schule, für die der Kreis 3,5 Millionen Euro in die Hand genommen hat. Die letzten Arbeiten sollen jetzt in den Ferien stattfinden. Bei den Schulsporthallen wird in diesem Jahr nur die Heizungs- und Lüftungsanlage der alten Halle in der Wolfhager Walter-Lübcke-Schule für rund 800 000 Euro saniert. Was 2023 anstehe, sei angesichts der Krisenzeit noch unklar, sagt Silke Engler.

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