Helsa senkt Grundsteuer B

Das ändert sich 2020 im Landkreis Kassel - drei Gemeinden planen Steuererhöhungen

Mit dem Jahreswechsel wird es wieder einige Veränderungen geben.

Wir zeigen in einem Überblick, was im Jahr 2020 auf die Bürger im Altkreis Kassel zukommen wird.

Ahnatal

Der Ahnataler Haushaltsentwurf für 2020 sieht keine Steuererhöhung vor – bereits das zweite Jahr in Folge. Der Hebesatz für die Grundsteuer A und B bleibt bei 430 Prozentpunkten. Damit liegt die Gemeinde weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt von 554 Prozentpunkten. Bis 2023 sind, je nachdem, wie die wirtschaftlichen Entwicklungen sind, auch weiterhin keine Erhöhungen vorgesehen.

Baunatal

Während im vergangenen Jahr in Baunatal die Grund- und Gewerbesteuern sowie die Kitagebühren erhöht wurden, sollen die Steuern im Jahr 2020 nicht erhöht werden. Die Grundsteuer A bleibt bei 370, die Grundsteuer B bei 400 und die Gewerbesteuer bei 440 Prozentpunkten. Laut Haushaltsplan erwartet die Stadt für dieses Jahr 6,7 Millionen Euro aus der Grundsteuer, 18,6 Millionen aus der Einkommenssteuer und 34,1 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer. In diesem Haushalt sind unter anderem 2,5 Millionen Euro für die Freiwillige Feuerwehr eingeplant.

Espenau

Im Espenauer Haushaltsentwurf für 2020 sind keinerlei Steuererhöhungen vorgesehen. Die Grundsteuern A und B sowie die Gewerbesteuer bleiben jeweils bei 430 Prozentpunkten.

Fuldabrück

In Fuldabrück soll nach aktuellem Haushaltsentwurf die Gewerbesteuer leicht angehoben werden: von 475 auf 495 Prozentpunkte. Die Grundsteuern A und B bleiben bei je 550 Prozentpunkten. Die Gemeinde Fuldabrück will 2020 außerdem mehr als 7,5 Millionen Euro in verschiedene Projekte investieren. Darunter ist beispielsweise ein Neubau für die Kita in Dörnhagen. Auch die Wasserver- und -entsorgung soll etwa durch Kanalerneuerungen verbessert werden.

Fuldatal

Das Leben in Fuldatal soll deutlich teurer werden. Der Haushalt wird zwar erst im Februar beschlossen, bisher sieht der Entwurf aber eine Anhebung der Grundsteuer B von 590 auf 980 Prozentpunkte vor. Damit hätte Fuldatal die höchste Grundsteuer in Nordhessen. Zudem wurde vom Parlament eine Erhöhung der Hundesteuer, der Friedhofs- und der Abwassergebühren beschlossen.

Helsa

Nachdem in der Gemeinde Helsa im März die Grundsteuer B von 450 auf 660 Prozentpunkte erhöht wurde, soll sie 2020 wieder etwas gesenkt werden – um zehn Prozentpunkte auf 650. Die Grundsteuer A und die Gewerbesteuer bleiben bei 400 und 450 Prozentpunkten.

Stadt Kassel

Die Stadt Kassel plant im Haushaltsjahr 2020 mit einem Rekordüberschuss von mehr als 40 Millionen Euro. Dieser soll für das Investitionsprogramm „Baustein für die Zukunft“ verwendet werden. Die Steuern betragen weiterhin 450 Prozentpunkte für die Grundsteuer A und 490 für die Grundsteuer B. Die Gewerbesteuer beträgt 440 Prozentpunkte.

Kaufungen

Die Gemeinde Kaufungen konnte auf Anfrage noch nichts zum Haushalt sagen, weil dieser erst 2020 eingebracht, diskutiert und verabschiedet wird.

Lohfelden

Im geplanten Ergebnis des Lohfeldener Haushalts von 2020 steht ein Plus von rund 1,1 Millionen Euro. Dementsprechend sind laut aktuellem Entwurf erneut keine Steuererhöhungen geplant. Die Grundsteuern A und B bleiben bei je 520 Prozentpunkten. Die Gewerbesteuer beträgt 475 Punkte.

Nieste

In Nieste werden die Steuern erhöht: Die Gewerbesteuer steigt von 400 auf 450 Prozentpunkte. Die Grundsteuern A und B werden von 470 auf 515 Punkte erhöht. Darüber hinaus sollen die Kita-Gebühren steigen. Der monatliche Beitrag für Krippen- und Kindergartenkinder soll demnach von 1,40 Euro auf 1,60 Euro pro Stunde angehoben werden. Zu jedem weiteren Kalenderjahr soll dieser Beitrag um weitere zehn Cent erhöht werden. Die Berechnungsgrundlage sind 20 Betreuungstage mit jeweils fünf Stunden pro Tag.

Niestetal

Im Jahr 2020 gibt es in Niestetal einen kleinen Überschuss in Höhe von rund 400 000 Euro. Im Haushaltsjahr 2019 sah das noch anders aus, denn es gab ein Defizit von 3,7 Millionen Euro. Die Grund- und Gewerbesteuern A und B sollen mit ihren Hebesätzen von jeweils 527 Prozentpunkten bestehen bleiben.

Schauenburg

In Schauenburg wurde kein neuer Haushalt eingebracht, da die Gemeinde einen Doppelhaushalt für die Jahre 2019 und 2020 aufgestellt hat. Aus diesem Grund ändert sich vorerst nichts. Die Wassergebühren sollen 2020 neu kalkuliert werden. Ob sie aber gleich bleiben, höher oder niedriger werden, stehe noch nicht fest.

Söhrewald

In Söhrewald soll es 2020 keine Steuererhöhung geben. Erst im vergangenen Jahr wurde an der Steuerschraube gedreht: Die Grundsteuer A stieg auf 550 Prozentpunkte, die Grundsteuer B auf 650 und die Gewerbesteuer erhöhte sich auf 475. Die Gebühren werden 2020 – wie üblich – neu kalkuliert. Auswirkungen wird es aber erst 2021 geben.

Vellmar

Nach derzeitigem Stand soll es keine Steuererhöhungen geben. Genaueres ergibt sich aber im Februar, wenn der Haushalt eingebracht wird. Allerdings sollen die Kosten für Niederschlagswasser von 32 auf 39 Cent pro Kubikmeter erhöht werden. Die Schmutzwassergebühr bleibt unverändert bei 2,10 Euro. Außerdem will Vellmar 2020 die Straßenbeiträge abschaffen.

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