Kosten müssen noch geprüft werden

Doch keine Schließung: Campingplatz am Bühl wird runderneuert

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Perspektive für Camping am Bühl: Die idyllisch gelegene Anlage soll umstrukturiert, Dächer erneuert und die Versorgungseinrichtungen modernisiert werden. 

Der in einigen Teilen marode Campingplatz am Bühl im Kreis Kassel hat doch noch eine Zukunft. Die verbliebenen acht Dauercamper müssen sich also wahrscheinlich keine neue Bleibe suchen.

Die Gemeindevertretung beschloss während der jüngsten Sitzung einstimmig, den Platz ab 2020 mit einem Aufwand von bis zu 250.000 Euro zu sanieren und zu modernisieren. Das war auch der Vorschlag der Verwaltung. Der Beschluss gibt dem neuen Pächter der Anlage, Dirk Bachmann, Planungssicherheit. Die Gemeinde hat mit ihm bereits einen – kündbaren – Vertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.

Allerdings hat das Kommunalparlament ein Sicherheitsnetz eingezogen: Ein Sachverständiger soll die von der Verwaltung kalkulierten Zahlen noch einmal überprüfen. Hintergrund ist, dass die Verwaltung im Sommer 2018 die Sanierungskosten noch auf deutlich mehr als 400 000 Euro geschätzt hatte. Inzwischen hat der Pächter konkrete Angebote eingeholt und sich zu beträchtlichen Eigenleistungen bereit erklärt, sodass die Kalkulation sich auf gut 214.000 Euro verminderte.

„Bis Oktober oder November müssen die Zahlen auf den Tisch“, sagte CDU-Fraktionschef Rüdiger Reedwisch in – bisher so nicht gewohnter – Harmonie mit seinem Amtskollegen von der SPD Fraktion, Thomas Dittrich-Mohrmann. Beide Fraktionen hatten einen gemeinsamen Antrag formuliert. Er freue sich, dass er zu diesem Punkt für SPD und CDU sprechen könne, sagte der SPD-Fraktionschef und meinte: „Eine Schließung ist schon aus finanziellen Gründen ausgeschlossen“. Die Verwaltung hat die Kosten eines Rückbaus auf deutlich über 200 000 Euro ermittelt.

Ziel der Runderneuerung sind unter anderem ein höherer Anteil an touristischen Stellplätzen, eine klare Trennung der verschiedenen Camperbereiche, eine Aufwertung der Wohnmobilstellplätze und die teilweise Erneuerung von Gebäuden und Sanitäranlagen. „Der Campingplatz wird angenommen“, sagte Reedwisch. Entgegen „Gerüchten aus dem Dorf“ schreibe er sogar schwarze Zahlen. 

Nach Auskunft von Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU), der sich gegenüber der HNA erfreut über die Einigkeit in der Gemeindevertretung zeigte, hat die Verwaltung den Pachtzins so kalkuliert, dass sich Investitionen in den Campingplatz auf jeden Fall amortisieren werden. Der Pächter soll ab 2021 14.500 Euro pro Jahr zahlen, sobald die Sanierung erledigt ist. Bis dahin ist er von Pachtzahlungen freigestellt. 

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