„Zu helfen ist mir ein Anliegen“

Ahnatalerin macht sich in der Tierheilkunde selbstständig

Training: Mit dem Kleinen Münsterländer Don trainiert Silke Ebert, sich auf ein Hindernis zu stellen, zur Kräftigung der Muskulatur.
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Training: Mit dem Kleinen Münsterländer Don trainiert Silke Ebert, sich auf ein Hindernis zu stellen, zur Kräftigung der Muskulatur.

Eigentlich berät Silke Ebert andere Menschen zur Berufswahl. Jetzt hat die Ahnatalerin sich selbst beruflich verändert und sich in der Tierheilkunde selbstständig gemacht.

Wofür schlägt ihr Herz? Und wie wollen sie leben? Seit vielen Jahren berät Silke Ebert junge Menschen und unterstützt sie dabei herauszufinden, welchen Weg sie beruflich einmal einschlagen möchten. Für sie selbst stand schon früh fest, dass sie auf jeden Fall in einem helfenden Bereich tätig werden wollte. Und so studierte sie Sozialpädagogik und sattelte später noch ein duales Studium als Diplom Verwaltungswirtin drauf.

Doch so sehr Silke Ebert ihre Arbeit in der beruflichen Beratung auch schätzt, seit über 20 Jahren begleitet sie noch ein ganz anderes Thema – die Tierheilkunde. Und so beschloss sie vor drei Jahren, das für sich selbst umzusetzen, was sie anderen rät: Sie wollte in diesem Bereich, der ihr sehr am Herzen liegt, auch arbeiten. „Mich hat das ganzheitliche Konzept der Osteopathie total fasziniert. Ich habe meine Hunde schon so behandeln lassen und fand das große Klasse“, erzählt die 45-Jährige. Also suchte sie nach Ausbildungsmöglichkeiten und stellte dabei schnell fest, dass es mit Osteopathie alleine nicht getan ist. „Da fehlten mir einfach zu viele Grundlagen, zum Beispiel in der Anatomie“, erklärt sie.

Darum absolvierte sie zunächst einmal eine Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin, die sie mit Weiterbildungen in den Bereichen Massage und Fitnesstraining ergänzte. Danach startete sie dann die Hundeosteopathie-Ausbildung.

Gut qualifiziert zu sein, das ist Silke Ebert sehr wichtig. „Leider ist das Berufsfeld der Tierheilkunde nicht geschützt. Das bedauere ich sehr. Es sollte Mindeststandards an Qualifizierungen geben.“ Sie selbst hat schon die nächsten Weiterbildungen ins Auge gefasst, zum Beispiel im Bereich Lymphdrainage. Zudem möchte sie ihr berufliches Spektrum auf Pferde und Neuweltkameliden wie Alpakas ausweiten – mit den entsprechenden Zusatzqualifikationen hat sie bereits begonnen. „Ich bin ein großer Fan des lebenslangen Lernens.“

Ihre Ausbildungen hat Silke Ebert alle nebenberuflich absolviert. „Mein Arbeitgeber unterstützt mich sehr, so konnte ich meinen Wunsch verwirklichen“, erklärt sie. Am 1. April hat die 45-Jährige, die mit ihrem Mann und drei Hunden am Kammerberg in Ahnatal lebt, im Ortsteil Heckershausen ihre Praxis für Tierphysiotherapie eröffnet.

Ihre beiden Berufe ergänzen sich laut Silke Ebert sehr gut. „Zu helfen ist mir ein Anliegen, ob in der pädagogischen Arbeit oder bei der Arbeit mit Tieren“, sagt sie. Sie appelliert an Hundebesitzer, dass sie ihre Tiere aufmerksam und sensibel beobachten sollten. „Damit man nicht übersieht, wenn sich etwas verändert, und frühzeitig reagieren kann“, erklärt sie. Ihre Arbeit, das betont Silke Ebert, ist aber kein Ersatz für den Tierarzt, sondern eine spezialisierte Ergänzung. Wichtig ist ihr vor allem eins: dazu beizutragen, dass es den Tieren gut geht.

Infos und Kontakt im Internet unter tierphysiologisch.de

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