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Abriss der Stahlbergbaude in Ahnatal bis Ende des Jahres geplant

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Von: Amira Sayed El Ahl

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Wird abgerissen: Die Stahlbergbaude wurde 1964 gebaut, die Bausubstanz ist geschädigt und veraltet. Bis Ende 2025 soll ein Neubau an gleicher Stelle entstehen.
Wird abgerissen: Die Stahlbergbaude wurde 1964 gebaut, die Bausubstanz ist geschädigt und veraltet. Bis Ende 2025 soll ein Neubau an gleicher Stelle entstehen. © Ruth Brosche

Seit sechs Jahren wird über die Zukunft des Sportlerheims Stahlbergbaude in Ahnatal diskutiert. Wenn alles nach Plan läuft, könnte der Abriss des Gebäudes Ende des Jahres beginnen.

Ahnatal – Günter Schmidt hat mittlerweile fünf Leitz-Ordner im Schrank stehen, auf deren Rücken das Wort Stahlbergbaude steht. Seit sechs Jahren wird über den Aus-, Um- oder Neubau des Sportheims an der Rasenallee teils in Ahnatal heftig diskutiert. Aber wenn alles nach Plan läuft, dann können in diesem Jahr noch die Bagger rollen und mit dem Abriss des fast 60 Jahre alten Gebäudes beginnen.

„Es wäre mein Traum, wenn wir dieses Jahr noch anfangen könnten, aber ich bin optimistisch“, sagt Schmidt, der im Ahnataler Rathaus Fachbereichsleiter Bau und Umwelt ist. Anfang Dezember hatten die Gemeindevertreter beschlossen, dass ein Ersatzneubau des Vereinsgebäudes Stahlbergbaude am bisherigen Standort an der Rasenallee gebaut werden soll. Etwas mehr als 1,3 Millionen Euro stehen dafür im Haushalt zur Verfügung.

Bereits im März des vergangenen Jahres hatte die Gemeinde die Zusage über eine Förderung des Projekts von 1 071 000 Euro aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ vom Bund zugesagt bekommen. Insgesamt sind 2,38 Millionen Euro für das Projekt veranschlagt.

Seither habe es etliche Koordinierungstreffen gegeben, die Verantwortlichen des FTSV Heckershausen und der TSG Ahnatal unterstützen das Projekt nach Kräften, sagt Schmidt. Für das laufende Haushaltsjahr stehen bereits 214 000 Euro der Förderung des Bundes zur Verfügung.

Doch bevor die ersten Bagger rollen können, um das 1964/65 in Eigenleistung von Vereinsmitgliedern errichtete Gebäude abzureißen, muss laut Schmidt erst einmal ein Projektsteuerer gefunden werden, der das Projekt begleitet. Die Verwaltung wartet derzeit noch auf Antwort von angefragten Büros. Ein Projektleiter sei deshalb wichtig, da die Förderrichtlinien komplex seien. „Das kann man nicht nebenbei machen, dafür ist das Projekt zu groß“, sagt Schmidt.

Der Neubau soll eine Fläche von 605 Quadratmetern haben – der jetzige Bau hat nur 475 Quadratmeter Fläche. Die Sanitär- und Umkleidekabinen sollen erweitert werden, einschließlich behindertengerechter WC-Anlagen und Duschen. Außerdem sollen fehlende Lagerkapazitäten für Sportgeräte und Archive geschaffen werden. Auf weiteren 25 Prozent der Fläche sollen Multifunktionsräume für Vereins- und Sportaktivitäten entstehen. Der Gastronomiebereich, der auch im Neubau wieder im Vereinsheim einen Platz finden soll, ist indes nicht förderfähig.

Durch den Neubau sollen laut Förderbescheid unter anderem auch die Klimaschutzziele durch Einhaltung energetischer Standards und den Einsatz erneuerbarer Energien unterstützt werden. Das Geld vom Bund ist zweckgebunden und darf nur „zur Deckung der zuwendungsfähigen Ausgaben“ verwendet werden, wie es im Zuwendungsbescheid heißt. Der Zeitplan sieht vor, dass der Neubau bis Ende 2025 fertiggestellt sein muss, da das Geld des Bundes nur „für die im Bewilligungszeitraum für das Vorhaben verursachten Ausgaben abgerechnet werden darf“.

Auch wenn bisher noch kein Stein verrückt ist, ist Bauamtsleiter Schmidt guter Dinge, dass die Gemeinde im Zeitplan bleiben wird. „Ich habe da keine schlaflosen Nächte“, sagt der 64-Jährige, der in seinen 40 Jahren bei der Gemeinde schon wesentlich größere Projekte begleitet hat. „Ich bin optimistisch und setze alles in Bewegung, damit wir das schaffen.“ (Amira Sayed El Ahl)

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