Rekordzahlen bei 3-Nations-BMX-Cup

BMX-Rennen lockte internationale Besucher nach Ahnatal

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Wer steht wo: Walter Winter (rechts) kümmert sich seit Jahren um die Organisation der rund 150 Campingparzellen rund um die Arena. Hier erklärt er Pascal Blanke, Chef d‘Équipe Deutschland, wie die Plätze aufgeteilt sind.

Kreis Kassel – Ein lautes Piepsignal, ein kurzes Rattern – und schon flitzten am Wochenende die Fahrer über die Bahn der BMX-Arena Ahnatal.

Dort fand zum sechsten Mal der 3-Nations-BMX-Cup mit Teilnehmern aus Belgien, den Niederlanden und Deutschland statt. Am Sonntag stand zudem ein C1-Rennen auf dem Programm, bei dem auch Sportler aus Weißrussland, Kanada, Neuseeland und Italien starteten. Mit fast 1400 Starts sorgten rund 800 Sportler für einen neuen Teilnehmerrekord.

Während die BMX-Fahrer auf der Strecke ihr Können unter Beweis stellten, sorgten hinter den Kulissen rund 80 Helfer für den reibungslosen Ablauf des Rennens, das vom Rad-Sport-Club (RSC) Ahnatal-Weimar ausgerichtet wurde. „Das Team ist super, das funktioniert sehr gut“, lobte Carsten Rövenstrunk, BMX-Fachwart des RSC.

Zu den Ehrenamtlichen gehörten Frank-Thomas Werner und Christoph Golisch. Sie waren direkt an der Strecke im Einsatz, um die Bahn instandzusetzen. Sie überprüften, ob die weißen Linien noch in Ordnung sind und bewässerten die Strecke regelmäßig. „Das ist nötig, damit die Bahn fester ist“, erklärte Christoph Golisch, der selbst BMX-Fahrer ist. Frank-Thomas Werner ist kein Vereinsmitglied, doch als Helfer seit Jahren mit dabei. „Wenn man in einem Ort lebt, dann ist es wichtig, die Vereine zu unterstützen. Und das ist eine coole Veranstaltung, die einfach Spaß macht“, sagte er.

Ebenfalls direkt an der Bahn standen die Mitarbeiter des DRK-Ortsvereins Ahnatal. „Es sind pro Tag zehn Helfer da. Und bei den Rennveranstaltungen am Samstag und Sonntag auch ein Arzt“, erklärte Bereitschaftsleiter Timo Heinzemann.

Die Hauptarbeit von Walter Winter war mit Beginn des Turnieres erst einmal abgeschlossen. Er ist für die Organisation der rund 150 Campingplätze rund um die Arena zuständig. Mit seiner Frau Rita vermisst er die Plätze, steckt sie ab und verteilt die Parzellen. Obwohl der 65-Jährige BMX-Fahrer in Süddeutschland lebt, ist er seit vier Jahren Mitglied im Ahnataler Verein. „Da ist gleich ein Funke übergesprungen.“

Viele weitere Helfer kümmerten sich um die Versorgung von Sportlern und Zuschauern mit Essen und Getränken. Andere regelten den Einlass. „Wir haben für die Organisation seit Jahren eine Checkliste. Aber es wird trotzdem nie Routine. Es gibt immer was Neues“, erklärte Rövenstrunk. „Wenn man die Sportler auf der Bahn sieht, das macht einfach viel Spaß.“ Von vielen Teilnehmern wird das Rennen laut Rövenstrunk mittlerweile Ibiza-Rennen genannt. „Weil es für die ein bisschen wie ein Kurzurlaub ist. Die finden die Landschaft hier toll, machen Fahrradtouren, schauen sich den Herkules an oder gehen in Kasseler Museen.“

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