Initiative macht auf Raumsituation in Heckershausen aufmerksam

Grundschule platzt aus allen Nähten: Eltern in Ahnatal sammeln Unterschriften gegen Container auf Schulhof

An der Grundschule Heckershausen stehen zwei Bäume, eine Hängebrücke und ein Klettergerüst. Dort sollen Unterrichtscontainer aufgestellt werden.
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Eltern und Schülern wehren sich gegen die geplanten Container auf dem Schulhof der Grundschule Heckershausen. Dadurch würde der ohnehin schon kleine Schulhof deutlich weniger Platz zum Spielen bieten. Zwei Bäume, eine Hängebrücke und ein Klettergerüst müssten dafür weichen.

Eltern und Schüler in Heckershausen wollen auf Raumnot in der Ahnataler Grundschule aufmerksam machen. Sie sammeln Unterschriften und organisieren ein Online-Forum.

Ahnatal – Klein und beschaulich ist die Grundschule Heckershausen, die aktuell von 117 Mädchen und Jungen aus Ahnatal besucht wird. Doch genauso überschaubar wie die Schülerzahl ist das Platzangebot – auch auf dem Schulhof. Dort sollen Container aufgestellt werden. Dafür braucht es allerdings Platz. Laut einer ersten Planung könnte der dort geschaffen werden, wo jetzt noch zwei Bäume, eine Hängebrücke und ein Klettergerüst stehen. Um das zu verhindern, wurde die Elterninitiative für ein neues Raumkonzept der Grundschule Heckershausen gegründet.

Situation an der Schule spitzt sich zu

Viele Eltern der Heckershäuser Grundschul- und Kindergartenkinder wollen mithilfe der Initiative auf die schwierige Situation an der Grundschule aufmerksam machen. „Die aktuelle Raumsituation ist alles andere als komfortabel“, sagt Annika Kortümm vom Schulelternbeirat. Ihre Tochter besucht die erste Klasse. Die Situation wird sich laut Kortümm in den kommenden Jahren aufgrund vieler Anmeldungen weiter zuspitzen. Schon jetzt könnten nicht alle Kinder, die für das Mittagessen angemeldet sind, auch versorgt werden. „Die Ausgabe des Mittagessens kann nur ermöglicht werden, weil das Ehrenamtliche des Fördervereins übernehmen“, sagt Kortümm. Sowohl personell als auch räumlich könne die Essensausgabe bei steigender Nachfrage kaum noch bewältigt werden. 58 Familien hätten ihr Kind angemeldet, aber es gebe nur 35 Plätze.

Zu wenig Plätze für Mittagessen und Betreuung

Ähnlich problematisch sei es bei der Nachmittagsbetreuung. 32 Familien hätten einen Antrag gestellt, aber es gebe nur 25 Betreuungsplätze. Mit Blick auf den ab 2025 gültigen Rechtsanspruch auf Nachmittagsbetreuung, bedarf es aus Sicht der Eltern eines langfristigen und nachhaltigen Konzepts. Deshalb setzt die Elterninitiative zum einen auf die Unterstützung des Bürgermeisters Stephan Hänes, zum anderen auf die Umsetzung einer tragfähigen Lösung vonseiten des Landkreises, der als Schulträger zuständig ist.

Schuldezernentin sagt Unterstützung zu

Die Erste Kreisbeigeordnete Silke Engler hat zugesichert, dass sie „die Situation an der Grundschule Heckershausen im Blick hat, die Ängste und Sorgen der Eltern versteht“ und der Landkreis an einer Lösung des Problems arbeite. Engler sagt zu, sich an einem Online-Forum zu beteiligen, das von den Eltern initiiert wurde. „Wir sind bereit, uns an der Erarbeitung und Umsetzung eines schlüssigen Konzepts zu beteiligen“, sagt Kortümm. Doch nicht nur die Eltern sind engagiert. Auch die Kinder haben sich Gedanken gemacht. Ihre Ideen und Wünsche haben sie auf Bildern festgehalten und am Schulzaun für jedermann sichtbar platziert.

Unterschriftensammlung

Außerdem läuft aktuell eine Online-Petition, die schon von knapp 300 Ahnatalern unterzeichnet wurde. Auch analog wurden bereits etwa 80 Unterschriften gesammelt. Die Petition läuft noch bis Ende Januar. Hier können sie unterschreiben.

Kontakt: Wer sich an dem Online-Forum am Donnerstag, 20. Januar, 19 Uhr, beteiligen möchte, kann sich per Mail an die ElterninitaiveHeckershausen@yahoo.com wenden.

Von Alia Shuhaiber

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