Hilfsaktion

„Täglicher Kampf gegen Mangel“ - Geert Platner aus Ahnatal will Krankenstation in Griechenland helfen

Geert Platner aus Ahnatal ruft erneut dazu auf, medizinisches Gerät sowie Medikamente zur Versorgung einer kleinen Krankenstation auf der griechischen Halbinsel Pilion zu spenden. In den Händen hält er Zeitungsartikel aus Griechenland, die über seine bisherigen Hilfsaktionen berichten.
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Geert Platner aus Ahnatal ruft erneut dazu auf, medizinisches Gerät sowie Medikamente zur Versorgung einer kleinen Krankenstation auf der griechischen Halbinsel Pilion zu spenden. In den Händen hält er Zeitungsartikel aus Griechenland, die über seine bisherigen Hilfsaktionen berichten.

Schon seit 2015 ist Geert Platner, ehemaliger Lehrer und Bundesverdienstkreuzträger aus Ahnatal, sehr erfolgreich mit seinen Hilfsaktionen für Griechenland unterwegs.

Ahnatal/Kassel – Das Flüchtlingslager in Idomeni an der Grenze zu Mazedonien hatte er ebenso schon im Blick (das war 2016) wie die Flüchtlingslager Moria und Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos direkt vor der türkischen Küste. Auch HNA-Verleger Dr. Dirk Ippen war damals dem Spendenaufruf gefolgt und „hatte noch kräftig etwas draufgelegt“, sagt Platner.

Aktuell geht es dem 76-Jährigen wieder um sein erstes griechisches Hilfsprojekt – um die Unterstützung einer ambulanten Krankenstation in Argalasti („Health Center Argalasti“). Argalasti ist eine Kleinstadt auf der abgelegenen und sehr gebirgigen Halbinsel Pilion. „Diese Krankenstation ist die einzige auf der ganzen Halbinsel“, sagt Platner. Die Straße dorthin sei sehr schlecht, das nächste Krankenhaus liege erst wieder in 50 Kilometer Entfernung in Volos. „Die Ärztin dort, die Allgemeinmedizinerin Dr. Iliana Kerani, kämpft täglich gegen den Mangel an“, sagt Platner, „ein 14-Stunden-Tag ist für sie normal“.

Platner selbst war schon vier Mal dort, um Hilfsgüter abzuliefern. Über 6000 Euro an Geldspenden sind seither für die kleine Krankenstation zusammengekommen. Von dem Geld wurden medizinische Hilfsmittel aller Art angeschafft – Verbände, Schienen, Spritzen, Messgeräte und Medikamente.

Schon im Oktober 2015 war dort eine erste Hilfslieferung mit Rollstühlen und Rollatoren angekommen, ein Jahr später folgte die zweite Lieferung. Im Herbst 2017 reichten die Spenden dann sogar, um eine gynäkologische Station aufzubauen. „Ein Arzt, der in den Ruhestand gegangen ist, hatte sein ganzes Praxis-Inventar gespendet“, sagt Platner.

Solch eine Hilfsaktion soll es nun wieder geben. „Denn zu der großen Wirtschafts- und Versorgungskrise in Griechenland ist nun auch noch Corona hinzugekommen, was die Situation vor Ort nicht gerade einfacher macht“, sagt Platner. Und so ruft er nun erneut Ärzte und Apotheker auf, entbehrliches medizinisches Gerät sowie Medikamente zu spenden.

Er selbst will den Transport dieser Hilfsgüter nach Argalasti wieder begleiten. Als Transporthelfer hat er erneut den Kasseler Weinhändler Dimitrios Kitsu gewinnen können, der selbst aus Griechenland stammt.

Platner will auch nicht unversucht lassen, das Pharma- und Medizinbedarfs-Unternehmen B. Braun in Melsungen um eine Spende zu bitten. Und auch beim hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir will er nachfragen. Der soll nämlich, so will Platner erfahren haben, eine ganz besondere Affinität zu Pilion in Griechenland haben. „Eine Arztpraxis hat bereits ein Ultrashall-Gerät gespendet“, sagt Platner, das erste große Diagnosegerät, das den Grundstein für die neue Lieferung legen soll. „Ich hoffe, es finden sich noch einige andere Spender.“ (Boris Naumann)

Kontakt: Geert Platner, E-Mail geert.platner@gmx.de oder unter Tel. 0151/59873915.

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