Wahl in Ahnatal

Michael Aufenanger (CDU) läuft jeden Tag im Wald

Der Familienzusammenhalt ist groß: Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU) mit Hündin Easy (von links), Tochter Charlotte, Ehefrau Sarah, sowie den Töchtern Paula und Elisa.
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Der Familienzusammenhalt ist groß: Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU) mit Hündin Easy (von links), Tochter Charlotte, Ehefrau Sarah, sowie den Töchtern Paula und Elisa.

Ahnatals Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU) tritt bei der Wahl am 1. November für eine dritte Amtszeit in seiner Heimatgemeinde an.

Ahnatal – Wenn Michael Aufenanger morgens um viertel nach sieben das Haus für seine Laufrunde verlässt, hat er derzeit zwei Frauen an seiner Seite: seine zweitälteste Tochter Elisa, die auf dem Rad zur Schule fährt, und Hündin Easy. „Elisa bringe ich praktisch bis zur Schule“, sagt Aufenanger, bevor er mit Easy in den Wald abbiegt.

Bereits seit seinem zwölften Lebensjahr läuft der 43-Jährige, dessen Vater Winfried Marathon-Bundestrainer war und seit 2007 den Kassel-Marathon organisiert. Früher startete Michael Aufenanger bei Wettkämpfen. Heute läuft er nur noch für sich – für den Kopf und den Körper, wie er sagt. Die morgendlichen zehn Kilometer sind sein Ritual, sagt Aufenanger.

„Man sitzt einfach zu viel in diesem Job“, womit er nicht nur den als Bürgermeister seiner Heimatgemeinde meint, den er nun schon seit zwölf Jahren macht. Auch als Mitglied des Kreistags und als Kreisvorsitzender der CDU Kassel-Land sitzt er viel.

Dass die Familie ihn mit der Politik teilen muss, war für die drei Töchter und Ehefrau Sarah nie ein Problem, sondern eine Selbstverständlichkeit. „Es hat mich nie gestört“, sagt die 42-Jährige. „Er unterstützt mich und ich ihn.“ Auch die Kinder kennen es nicht anders. In seinem vorherigen Job als Polizist haben sie ihn nie erlebt, dafür sind sie zu jung.

Morgens haben sie den Papa ganz für sich. Weil Sarah Aufenanger bereits um kurz nach fünf das Haus verlässt, um zur Arbeit zu gehen, kümmert sich morgens ihr Mann um die Töchter. Er macht das Frühstück, schmiert Brote und schneidet Äpfel für die Schule. „Wenn man eine Beziehung mit Kindern führt und beide berufstätig sind, geht es nur so“, sagt die Steuerberaterin.

Wann immer es möglich ist, verbringen sie Zeit zu fünft, was bei einer sportlich wie musikalisch begeisterten und engagierten Familie wie ihrer nicht immer ganz einfach ist. Die Kinder sind wie ihre Eltern in mehreren Vereinen aktiv. „Aber wir nutzen die Zeit, die wir haben“, sagt Michael Aufenanger. Ein fester Termin in ihrem Kalender ist der Kassel-Marathon. „Das ist eine Familien-Angelegenheit, da will keiner fehlen“, sagt Sarah Aufenanger. Alle helfen mit, sogar die Kinder übernehmen bereits Aufgaben.

Der Familienzusammenhalt ist groß, und genauso, wie der Sohn den Vater bei seiner Leidenschaft unterstützt, steht Winfried Aufenanger im Wahlkampf voll hinter seinem Sohn. Seine Mutter Brigitte und der Vater sitzen mittlerweile sogar für die CDU in der Gemeindevertretung. „Die habe ich hinterhergezogen“, sagt Aufenanger.

Sein Vater sei zwar immer ein politischer Mensch gewesen, aber in die Partei ist er erst eingetreten, nachdem sein Sohn bereits Bürgermeister war. Dessen Weg in die Politik begann bereits Anfang der 1990er-Jahre, als er mit 17 in die Junge Union eintrat. „Der Wunsch, etwas mitzugestalten“, sei der Hauptgrund für das politische Engagement gewesen, und in der Jungen Union fand er Freunde, mit denen es Spaß machte, Themen anzugehen, sagt Aufenanger. Ihm habe imponiert, dass man auch als junger Mensch „mitreden, sich äußern und was erreichen kann“. Auch für seine Heimatgemeinde Ahnatal will er weiter etwas erreichen, weshalb er nach zwölf Jahren als Rathauschef noch mal in den Wahlkampf zieht. „Der Dialog mit den Menschen, der macht am meisten Spaß“, sagt Aufenanger.

Auch wenn er wie sein Vater noch nie Marathon gelaufen ist, von der Langstrecke lässt sich auch für die Politik lernen: „Konsequenz und die Ausdauer, dran zu bleiben und nicht zu früh aufzugeben“, habe ihn der Sport gelehrt, sagt Michael Aufenanger. (Amira Sayed El Ahl)

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