Positive Entwicklung am Freizeitgelände

Pächter des Campingplatzes am Bühl möchte das Gelände gerne kaufen

Ausflugs- und Urlaubsziel: Der Bühl in Ahnatal-Weimar und der oberhalb liegende Campingplatz sind bei Einheimischen wie Touristen beliebt. Jetzt könnte der Campingplatz verkauft werden.
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Ausflugs- und Urlaubsziel: Der Bühl in Ahnatal-Weimar und der oberhalb liegende Campingplatz sind bei Einheimischen wie Touristen beliebt. Jetzt könnte der Campingplatz verkauft werden.

Die Anlagen auf dem Campingplatz am Bühl sind sanierungsbedürftig. Doch die klamme Kommune kann derzeit kein Geld investieren. Jetzt hat der Pächter signalisiert, das Gelände kaufen zu wollen.

Ahnatal – Es gibt Themen, die begleiten eine Gemeinde über Jahre – im Guten wie im Schlechten. Ein solches Thema ist in Ahnatal der Campingplatz oberhalb des Bühls. Vor zwei Jahren stand der Platz sogar schon vor dem Aus, das Parlament diskutierte eine Schließung. Doch seitdem hat sich vieles zum Positiven entwickelt und die Nachfrage nach Stellplätzen ist enorm gestiegen – was vor allem dem Engagement des neuen Pächters Dirk Bachmann zu verdanken ist.

Der hat nun bei der Gemeinde sein Interesse an der Übernahme des Platzes angemeldet. Darüber diskutierten die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am vergangenen Donnerstag und stimmten einstimmig dafür, die Möglichkeit des Verkaufs, beziehungsweise der Erbpacht für das Gelände zu prüfen.

Denn alle waren sich einig, dass es im Grunde nicht die Aufgabe einer Gemeinde ist, einen Campingplatz zu betreiben, wie CDU-Fraktionsvorsitzender Rüdiger Reedwisch betonte. Eigentlich sind im Haushalt bis 2022 250 000 Euro für die Sanierung des Campingplatzes eingestellt. Geld, dass die klamme Kommune derzeit aber nicht abrufen kann.

„Wie viele Haushaltsmittel sind noch nötig?“, fragte SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Dittrich-Mohrmann, der für seine Fraktion den Prüfauftrag in die Sitzung eingebracht hatte. Viele Jahre sei nicht investiert worden, weshalb es jetzt zu einem Investitionsstau gekommen sei, sagt Bürgermeister Stephan Hänes auf HNA-Anfrage. Das Dach des in die Jahre gekommenen Haupthauses muss genauso instandgesetzt werden wie die Sanitäranlagen. „Ich glaube, dass ein Privater das besser kann als eine Gemeinde.“ Bachmann habe gezeigt: „Wenn es der Richtige macht, dann ist es auch erfolgreich. Und wenn es richtig gut geführt ist, ist der Platz ein Aushängeschild und ein Glücksfall für Ahnatal“, sagt Hänes.

Bachmann hat in den vergangenen Jahren bereits viel in Eigenleistung verändert und verbessert. „Dirk Bachmann ist ein Pächter, der bewiesen hat, dass man einiges da bewirken kann“, sagte Reedwisch vor dem Parlament.

Ein wichtiger Punkt, der bei der Prüfung geklärt werden soll, ist die Begrenzung der Fläche auf die heutige Nutzungsgröße. Insgesamt erstreckt sich das Gelände über 48 000 Quadratmeter, gut 33 000 Quadratmeter davon sind Waldfläche. Die Stellfläche des Campingplatz-Geländes ist 15 000 Quadratmeter groß – und nur um die soll es bei dem etwaigen Verkauf gehen.

„Für uns wird entscheidend sein, wie groß das Grundstück ist“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Torben Schawer, in Hinblick auf eine Entscheidung über den Verkauf. Es sei wichtig, darüber nachzudenken, wie das Gelände in Zukunft gestaltet würde.

Der Bürgermeister betont, dass bei einem möglichen Verkauf vertraglich genau festgelegt werden müsse, was auf dem Gelände erlaubt und was nicht erlaubt ist. „Wir wollen da oben keine Rockkonzerte in Zukunft, sondern, dass es so weiterläuft, wie bisher“, betont Hänes.

Bis zum Spätherbst soll laut dem Rathauschef die Prüfung dem Parlament vorgelegt werden.(Von Amira El Ahl)

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