Sanierung wird noch teurer

Pläne für Königsfahrt weiter auf Eis – Schule bleibt Standort

Die Kita Königsfahrt in Weimar ist in die Jahre gekommen: Weil unter anderem Räume vergrößert und eine Feuerwehrzufahrt gebaut werden müssen, wird die Sanierung noch teurer als vermutet. ARCHIV
+
Die Kita Königsfahrt in Weimar ist in die Jahre gekommen: Weil unter anderem Räume vergrößert und eine Feuerwehrzufahrt gebaut werden müssen, wird die Sanierung noch teurer als vermutet. ARCHIV

Es ist weiter unklar, wie es mit der Sanierung der Kita Königsfahrt in Weimar weitergeht. Denn Sanierung und Anbau werden deutlich teurer als ursprünglich geplant. Grund sind die explodierenden Preise für Baumaterial sowie eine Erweiterung der Planungen aufgrund von Auflagen der Behörden.

Ahnatal – Die gute Nachricht zuerst: Die Gemeinde Ahnatal darf ein weiteres Jahr die Vorschulkinder der Kita Königsfahrt in der Helfensteinschule in Weimar unterbringen. Somit bekommen auch im kommenden Jahr alle Ahnataler Kinder einen Platz in einer Kita.

Derzeit sind laut Dieter Semdner, Leiter der Zentralen Dienste der Gemeinde, 118 Kinder für das neue Kindergartenjahr ab 1. September angemeldet, maximal 137 Kinder könnten in der Kita und der Außenstelle untergebracht werden.

Eigentlich hätte die Kita die Räume in der Schule ab August nicht mehr nutzen können. Doch da die Sanierung der Kita Königsfahrt stockt und die Gemeinde unter Zeitdruck stand, um eine Lösung zu finden, hatte die Schulleitung signalisiert, noch ein Jahr auf die Räume verzichten zu können und schließlich auch das Schulamt grünes Licht gegeben.

„Bis dahin war die Welt für mich in Ordnung“, sagt Bürgermeister Stephan Hänes (SPD). Doch dann kam die schlechte Nachricht, die infrage stellt, wie es überhaupt mit der Sanierung der Kita Königsfahrt weitergehen soll.

Denn die Sanierung und der geplante Anbau werden offenbar noch teurer als bisher angenommen. Nicht nur die steigenden Holzpreise sind dafür der Grund. Auf die Kostensteigerung von etwa einer halben Million Euro aufgrund der explodierenden Preise für Baumaterial kommen nun noch einmal etwa 500 000 Euro für Nacharbeiten, die laut Hänes im November vom Gemeindevorstand für die Erweiterung der Kindertagesstätte in Auftrag gegeben worden waren.

Grund für die Erweiterung der Planung sind laut Uwe Wagenknecht vom Fachbereich Hoch- und Tiefbau der Gemeinde unter anderem Auflagen der Behörden. So mussten zum Beispiel die Gruppenräume vergrößert, ein Bodengutachten gemacht und eine Feuerwehrzufahrt neu mit eingeplant werden. Dadurch erhöhen sich die Kosten von circa 1 003 000 Million auf circa 1 544 000 Million Euro, erklärt Wagenknecht, also um 541 000 Euro mehr als erwartet.

Das Problem: Geld ist dafür im Haushalt nicht vorgesehen. Denn die genauen Kosten für die Erweiterungen lagen der Gemeinde erst im März vor. Bisher war die Gemeinde von insgesamt einer Million Euro für die Sanierung ausgegangen. Dafür waren im Haushaltsplan 2020 500 000 Euro vorgesehen und in diesem Jahr noch einmal die gleiche Summe. Genehmigt ist der Haushalt 2021 allerdings noch nicht.

Nun sieht es so aus, als würde die Sanierung mindestens um eine Million Euro teurer als ursprünglich geplant. Wie teuer das ganze am Ende wirklich wird, weiß allerdings noch niemand. „Wir haben noch keine Angebote vorliegen“, sagt Wagenknecht. Die Gewerke seien noch nicht vergeben worden.

Der Bürgermeister hat die Fraktionsvorsitzenden bereits über die neue Situation informiert. Am Mittwochabend hatte er sie zusammen mit Uwe Wagenknecht sowie Vertretern des Planungsbüros eingeladen, um sich zu beraten. „Wir müssen jetzt die Fakten auf den Tisch legen und schauen, wie es weitergeht“, sagt Hänes.

Im Juni soll das Thema Kita Königsfahrt dann auf die Tagesordnung der Gemeindevertretung kommen. Dann müssen die Parlamentarier entscheiden, ob der Haushalt die Erhöhung verträgt oder ob es doch eine andere Lösung für die Kita Königsfahrt gibt. (Amira El Ahl)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.