Gigabit-Internet ist möglich 

Schnelles Internet in Ahnatal: Entscheidung fällt nach der Sommerpause

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Königsweg zum schnellen Internet? Das Unternehmen Deutsche Glasfaser bietet Ahnatal eine Kooperation an, mit der Glasfaserkabel bis ins Haus verlegt werden könnten.

Ahnatal. Jetzt könnten auch die Ortsteile Kammerberg und Heckershausen schnelles Internet bekommen. Die Deutsche Glasfaser würde den Ausbau realisieren. 

Viele Bürger des nördlichen Kammerbergs und praktisch alle Internetnutzer in Heckershausen klagen über quälend langsame Ladegeschwindigkeiten für Uploads und Downloads im Internet.

Das Rathaus unter Leitung von Bürgermeister Michael Aufenanger (CDU) macht sich jetzt vehement für eine Lösung stark, die der Königsweg zu ultraschnellem Internet sein könnte: Das bundesweit aktive Unternehmen Deutsche Glasfaser bietet Ahnatal eine Kooperation an, mit der die Bürger schon Ende nächsten Jahres Glasfaserkabel bis ins Haus verlegt bekommen könnten. Das würde Datengeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit ermöglichen. Zum Vergleich: In Heckershausen bekommt man laut Aufenanger häufig nur sechs Megabit.

Während die Deutsche Glasfaser im benachbarten Espenau, das zügig grünes Licht für das Projekt gegeben hatte, schon längst Kunden wirbt, um einen rentablen Pool von Anschlussnehmern zu gewinnen, müssen die Ahnataler noch bis nach der Sommerpause auf eine Entscheidung der Gemeindegremien warten: Auf Betreiben der SPD soll erst einmal der Haupt- und Finanzausschuss beraten.

Der Gemeindevorstand favorisiert offensichtlich einen Kooperationsvertrag mit der Deutschen Glasfaser. Dieser verursache der Gemeinde keine Kosten, sei aber Voraussetzung dafür, dass das Unternehmen das Ausbauprojekt in Ahnatal startet, sagte Aufenanger.

Die durch eine frühere öffentliche Förderung erzwungene Bindung an die Firma ACO, die Heckershausen derzeit über Richtfunk mit Internet versorgt, sei inzwischen ausgelaufen. Wenn die Gemeinde grünes Licht gegeben hat, beginnt die Deutsche Glasfaser mit der sogenannten „Nachfragebündelung“: Mindestens 40 Prozent der Haushalte müssen einen Anschluss buchen, sonst gibt es keinen Ausbau. Ihre Investition holt das Unternehmen wieder herein, indem es sein Glasfasernetz Internet-Providern gegen Entgelt für die Durchleitung der Daten zur Verfügung stellt.

Ahnatal hat noch eine zweite Option: Der Kreis Kassel kann Förderanträge für einen Glasfaserausbau stellen, da die Bundesregierung im Rahmen eines neuen Programms Mittel zur Verfügung stellt. Es sei aber derzeit offen, wie lange sich dieses Verfahren hinziehen würde, sagte Aufenanger. Der „Leidensdruck der Bevölkerung“ sei dagegen deutlich spürbar. Ob es mit der Deutschen Glasfaser wesentlich schneller geht, ist nun aber offen, weil die Zeit drängt. Die Deutsche Glasfaser habe noch vor der Sommerpause grünes Licht aus Ahnatal erwartet.

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