Neue Struktur der Bäckereien sollen Produktionsstandort Heiligenrode stärken

Apel und Thiele an Frankfurter Unternehmen verkauft

Geht an Frankfurter Bäckerei über: Das Unternehmen Thiele.
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Geht an Frankfurter Bäckerei über: Das Unternehmen Thiele (Symbolbild)

Die Bäckereien Apel und Thiele sind künftig Teil des „Haus der Bäcker“. Die Heinrich Apel GmbH wurde an das Frankfurter Unternehmen verkauft, wie sowohl Apel als auch Thiele bekannt gaben.

Niestetal – Die Bäckereien Apel und Thiele sind künftig Teil des „Haus der Bäcker“. Die Heinrich Apel GmbH wurde im April an das Frankfurter Unternehmen verkauft, wie sowohl Apel als auch Thiele am Mittwoch bekannt gaben. Mit zusammen mehr als 86 Filialen und rund 770 Mitarbeitern gehören Apel und Thiele zu den größten Bäckereien in der Region. „Wir freuen uns sehr, dass wir nun ein Teil der Haus der Bäcker Familie sind“, erklärt die bisherige Inhaberin, Katja Thiele-Hann.

Gegründet 1949 in Nieste war die Bäckerei Apel bis 2009 familiengeführt. 2009 erfolgte der Kauf der Bäckerei durch das Unternehmerehepaar Hann aus Göttingen, die mit Katja Thiele-Hann auch Eigentümer der Bäckerei Thiele aus Göttingen sind.

Die gute Nachricht: Es werden keine Filialen geschlossen, keine Mitarbeiter entlassen und beide Marken werden auch künftig erhalten bleiben, wie Apel-Geschäftsführer Norman Schmidt und Katja Thiele-Hann gegenüber unserer Zeitung erklärten. Vielmehr würden die Filialen als Teil des Haus der Bäcker gestärkt werden. 

„Die beiden Betriebe sind für uns eine enorme Bereicherung. Wir alle sind offen für eine von Innovation und Kreativität geprägte Zukunft, in die wir gemeinsam aufbrechen wollen. Mit Apel und Thiele können wir großartige Projekte angehen“, so der Geschäftsführer vom Haus der Bäcker, Dr. Rigbert Fischer. Damit betreibt der Spezialist für Nachfolgeregelungen nun deutschlandweit insgesamt fünf Betriebe mit 182 Filialen und rund 1800 Mitarbeitern. Das Unternehmen verknüpft nach eigenen Angaben das Wissen traditioneller Bäckereibetriebe, ihrer Inhaber und Mitarbeiter mit Dienstleistungen, unter anderem in den Bereichen Prozessoptimierung, Marketing, Controlling und IT. 

Die Geschäftsführung werden weiterhin Katja Thiele-Hann und Norman Schmidt übernehmen. Schmidt ist bereits seit einigen Jahren Teil des Unternehmens. „Katja Thiele-Hann und ich werden auch weiterhin die Geschäftsführung übernehmen. Zukünftig nicht nur bei Apel, sondern auch gemeinsam bei der Bäckerei Thiele“, erklärt Schmidt. Michael Hann, der bisherige Geschäftsführer, wird mit dem Verkauf aus den Unternehmen ausscheiden.

In der Vergangenheit gab es bereits Pläne für eine familiäre Unternehmensnachfolge der Bäckerei Thiele. Lukas Staats, der Neffe der bisherigen Eigentümerin, sollte die Betriebe langfristig übernehmen. Der befindet sich nach seiner Bäcker-Ausbildung noch im BWL-Studium.

Unabhängig vom Unternehmensverkauf wird es bei Thiele und Apel eine weitere Änderung geben. Thiele soll demnach mit der Produktion bis Ende 2022 in die Räumlichkeiten von Apel in Heiligenrode ziehen. Der Produktionsstandort von Thiele in Weende werde infolgedessen nicht weiter betrieben, aber alle Arbeitsplätze würden erhalten, wenn auch an einem anderen Produktionsstandort, so Michael Hann.

„Bereits 2019 haben wir angekündigt, dass aufgrund der bereits seit Jahren sehr beengten Platzverhältnisse, eine Lösung für die Produktion von Thiele gefunden werden muss. Wir sind weiterhin auf Wachstumskurs und da reicht die aktuelle Produktion einfach nicht mehr aus. Aufgrund der innerstädtischen Lage ist eine Erweiterung vor Ort leider auch nicht möglich“, erläutert Hann.
(Daniel Göbel)

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