Neuer Asphalt soll Lärm schlucken

Arbeiten auf der Autobahn 7 verlagern sich – Fahrbahn nach Norden bis November fertig

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Seit Jahren Dauerbaustelle: Der Abschnitt der A 7 zwischen Kassel-Mitte und Kassel-Ost. Auf beiden Seiten soll demnächst ein offenporiger Asphalt mehr Lärmschutz für die Anwohner bringen. Die achtstreifige Erweiterung ist Teil des Ausbaus der A 44 Richtung Eisenach. 

Der achtstreifige Ausbau der Autobahn 7 zwischen Kassel-Nord und Dreieck Kassel-Süd steht weiter im Mittelpunkt der Straßenbauvorhaben im Bereich der Landesbehörde Hessen Mobil.

Die Arbeiten im Rahmen des 100-Millionen-Projektes in Fahrtrichtung Norden sollen bis November 2020 abgeschlossen sein. Das berichtete Hessen-Mobil-Sprecher Marco Lingemann bei der Vorstellung der Vorhaben in Kassel.

Die Brückenbauwerke der A7 im Bereich Ochshäuser Dorfstraße (2 Millionen Euro) und Waldauer Weg (1,2 Millionen Euro) sollen laut Lingemann bereits im Mai abgeschlossen werden (wir berichteten).

Auf der Autobahn selbst beginnen anschließend die Arbeiten am Fahrbahnbelag in Fahrtrichtung Norden. Dabei werde eine offenporige Asphaltschicht aufgetragen, erläuterte der Sprecher. Dieser sogenannte „OPA“ könne Wasser und Lärm aufnehmen. Die Lärmminderung betrage gegenüber einer ganz normalen Fahrbahndecke fünf Dezibel, so Lingemann. „Außerdem gibt es noch Restarbeiten am Lärmschutz zwischen Kassel-Mitte und Kassel-Ost.“

Im Anschluss daran wandere die Baustelle wieder auf die andere Seite der Autobahn, also auf die Fahrtrichtung Süden. Dort werde ebenfalls der lärmschluckende „OPA“ aufgetragen, so Lingemann. Ab Frühjahr 2021 verlagere man den achtstreifigen Ausbau in den Bereich zwischen Kassel-Mitte und Dreieck Süd.

Ab Juni werde auch ein Abschnitt der A49 wieder zur Baustelle. Die Fuldabrücke zwischen den Anschlussstellen Auestadion und Waldau soll stabilisiert werden. Das aus den 1980er-Jahren stammende Bauwerk erhalte zusätzliche Spannelemente, sagte Lingemann. „Der Verkehrsteilnehmer wird die Baumaßnahme nicht wahrnehmen, da nur am Brückenunterbau gearbeitet wird.“

Gebaut werde auf der A49 von Juni bis Ende 2020. Die Kosten laut Lingemann bei knapp einer Million Euro.

Verkehrsbehinderungen könnte es nach Angaben von Hessen Mobil allerdings im Bereich der A44-Anschlussstelle Kasel-Wilhelmshöhe geben. An dem Knoten, der sich an die Konrad-Adenauer-Straße von Kasseler Seite aus anschließt, wird während der Sommerferien gebaut. Laut Marco Lingemann wird die Straße abschnittsweise voll gesperrt und der Verkehr über eine Baustellenampel geregelt.

Der Ausbau der Uferpromenade in Wilhelmshausen zusammen mit der Gemeinde Fuldatal ist ein weiterer Schwerpunkt bei Hessen Mobil. Die Kosten in einem knapp 900 Meter langen Abschnitt der Bundesstraße 3 gibt die Landesbehörde mit 1,15 Millionen Euro an. Gebaut werde bis Oktober. Und von März bis Oktober werde ebenfalls die B3 zwischen Wahnhausen und Wilhelmshausen grundhaft erneuert. Zeitweise müsse die Straße voll gesperrt werden. 650 000 Euro seien dafür eingeplant.

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