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Aufregung um neuen Spielplatz in Elgershausen

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Von: Daniel Göbel

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Der kleine Spielplatz an der Fuldastraße im Schauenburger Ortsteil Elgershausen soll für einen neuen, größeren Spielplatz in der Nähe des Schützenfestplatzes weichen.
Der kleine Spielplatz an der Fuldastraße im Schauenburger Ortsteil Elgershausen soll für einen neuen, größeren Spielplatz in der Nähe des Schützenfestplatzes weichen. © Daniel Göbel

Weil sich immer mehr Familien mit Kindern ansiedeln, soll im Schauenburger Ortsteil Elgershausen ein neuer Spielplatz entstehen (wir berichteten). Das Vorhaben steht zwar noch ganz am Anfang der Planungsphase, doch bereits jetzt formiert sich Widerstand aus der Elternschaft. Das zeigen zahlreiche Kommentare in der Facebook-Gruppe „Ich bin ein Schauenburger Kind und bin stolz darauf“.

Schauenburg – Die Eltern sorgen sich in erster Linie um den Standort, an dem der Spielplatz entstehen soll – in unmittelbarer Nähe zum Schützenfestplatz. Der Verkehr an dieser Stelle sei eine Gefahr für Kinder, ebenso die Nähe zur A 44. Kritik gibt es aber auch dafür, dass der kleine Spielplatz an der Fuldastraße für den neuen größeren Spielplatz weichen und als Gegenfinanzierung dienen soll.

„Der Fuldatalstraße-Spielplatz ist so toll. Die Kinder stören kaum Nachbarn. Die Aussicht ist toll. Keine Gefahr durch Verkehr, wenn die Kinder mal rauslaufen. Ein paar mehr Spielgeräte und er wäre perfekt. Wobei er das für uns jetzt schon ist. Obwohl wir unten im Dorf wohnen, wandern wir sehr gern dorthin “, kommentiert eine Nutzerin. Und auch weitere Eltern stimmen mit ein.

Bürgermeister Michael Plätzer (SPD) kann die Aufregung nicht nachvollziehen. „Wir haben in der Gemeindevertretung beschlossen, zu prüfen, ob es überhaupt möglich ist, einen neuen Spielplatz am Schützenfestplatz zu bauen. Bei den Planungen werden die Eltern selbstverständlich mit einbezogen“, erklärt Plätzer. So wie an anderen Spielplätzen in der Gemeinde, werde es auch ein Sicherheitskonzept geben, das in die Planungen mit einfließt. „Sinnvoll wären verkehrsberuhigende Hügel, Schilder, die sensibilisieren, falls mal jemand schneller fährt. Das gehört zur Planung von Spielplätzen dazu“, schreibt ein Nutzer in den Facebook-Kommentaren.

Die Eltern sorgen sich darüber hinaus darum, dass der neue Spielplatz auch Angebote für ältere Kinder und Jugendliche bieten soll. Die Befürchtung, der Spielplatz werde mit Glasscherben und Zigarettenstummeln übersäht, hält der Bürgermeister allerdings für übertrieben. „Der Prüfauftrag an den Gemeindevorstand beinhaltet ausdrücklich, ein Mehrgenerationenplatz zu schaffen. Es soll verschiedene Abgebote für alle Altersgruppen geben. Dadurch entsteht auch soziale Kontrolle. Wir wollen ja kein Jugendzentrum am Festplatz bauen“, erläutert Plätzer.

Der Bürgermeister hält es für sinnvoll, die Jugendlichen und die Jugendpflege aus Schauenburg in die Planungen mit einzubeziehen. „Die jungen Leute brauchen auch einen Platz, an dem sie sich treffen können. Wir wollen nicht, dass sie am Elgerhaus oder am Sportplatz rumhängen. Dann müssen wir ihnen aber auch eine Alternative bieten“, so Plätzer.

Einige Eltern sehen das allerdings völlig anders, wie sich in den Kommentarspalten zeigt. „Aber worauf stehen denn Jugendliche bei einem Spielplatz? Wäre nicht irgendwo eine Skaterbahn oder ein Bolzplatz sinnvoller? Die Spielplätze sind oft voller Scherben und Chipstüten. Und auf dem alten Fiedelhof-Spielplatz war sogar mal Erbrochenes im Sand. Vielleicht wäre ein Platz zentral im Ort besser für die Jugendlichen.“

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