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Aufwind in Gastronomie: Viele Tische an Ostern voll

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Von: Theresa Novak

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Zwei Menschen, die mit zwei Gläsern Wein anstoßen
An den Ostertagen Essen gehen ist für viele ein beliebtes Ritual. Dieses Jahr geht das wieder ohne Einschränkungen. ©  David Young

Nach zwei Jahren Corona-Pandemie und Ostern im Lockdown ist nun wieder alles möglich: über die Feiertage in den Urlaub fahren, Familie und Freunde treffen, Ausflüge machen und Essen gehen.

Kreis Kassel – Letzteres ist für viele ein beliebtes Ritual an Ostern und bringt den gastronomischen Betrieben in diesem Jahr wieder zahlreiche Gäste an die Tische. „Besser kann es eigentlich nicht laufen“, sagt Hans-Jürgen Fehr, Inhaber des Löwenhofs und des Hotels und Gasthauses Zur Post in Lohfelden. „Die Auslastung ist wieder so wie vor Corona.“ Angst vor einer erhöhten Ansteckungsgefahr wegen der aufgehobenen Maskenpflicht sei im Betrieb kein Thema. „Ob das Personal oder auch die Gäste weiter eine Maske tragen, ist ihnen selbst überlassen“, sagt Fehr. Manche Mitarbeiter wollen sie weiter tragen, andere sind froh, dass sie sie los sind.“

Auch Axel Brandt, Inhaber des Waldhotels Schäferberg in Espenau, ist zufrieden mit den Reservierungen für die Ostertage. „Wir könnten unsere Räumlichkeiten bis obenhin voll haben. Aber wir achten weiter darauf, Abstand zwischen den Tischen zu halten, was natürlich Platz wegnimmt.“

Sein Betrieb befinde sich in einer Übergangsphase, es würden derzeit weniger Reservierungen angenommen als früher. Trotzdem lohne es sich für Kurzentschlossene, nach einem Tisch für einen der Ostertage zu fragen. „Es storniert immer mal jemand spontan“, sagt Brandt. Zurzeit erkranken ja auch viele Menschen an Corona, die dann absagen müssen.“

Felicia Schaub von Rinklin Weidengarten in Ahnatal nennt die Auslastung zu Ostern in ihrem Betrieb „Mittelmaß“. Die Gäste reservierten ihre Tische spontaner als vor Corona.

„Normalerweise sind wir ab Anfang März durchreserviert. Jetzt ist das zwar nicht so, aber ich bin sicher, da kommt noch was.“

Schaub vermutet, dass potenzielle Gäste auch deshalb vorsichtiger mit den Reservierungen sind, weil die Infektionszahlen derzeit so hoch sind. „Es rechnen wahrscheinlich einige selbst damit, an Corona zu erkranken, und wollen deshalb nicht so weit im Voraus planen.“

In der Gaststätte Wicke in Baunatal-Guntershausen läuft es noch schleppend. „Reservierungen gibt es für die Ostertage noch nicht so viele“, sagt Chefkoch Toni Lachheb.

Ein großes Thema bei seinen Gästen: die gestiegenen Preise allgemein. „Einige sagen, alles sei so teuer geworden und sie wollen für ein Essen im Restaurant nicht so viel Geld ausgeben.“ Die Menschen seien finanziell derzeit in zahlreichen Bereichen stark belastet. „Das merkt man bei uns im Betrieb.“

Die gestiegenen Preise treffen natürlich nicht nur Gäste, sondern auch die Inhaber der Betriebe. Zum Beispiel denkt Axel Brandt vom Waldhotel Schäferberg darüber nach, seine Preise anzupassen. „Wir müssen natürlich genau hinschauen. Es bringt auch nichts, ein Schnitzel für 25 Euro anzubieten, das dann niemand haben will, weil es zu teuer ist.“ (Theresa Novak)

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