BÜRGERMEISTERWAHL IN NIESTE Philipp Meier bewirbt sich für Chefposten

Aus der Physiopraxis ins Rathaus

Stellt sich zur Wahl für den Bürgermeisterposten in Nieste: Der 31 Jahre alte Philipp Meier, der als Physiotherapeut arbeitet.
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Stellt sich zur Wahl für den Bürgermeisterposten in Nieste: Der 31 Jahre alte Philipp Meier, der als Physiotherapeut arbeitet.

Er ist 31 Jahre alt, Physiotherapeut und möchte der nächste Bürgermeister von Nieste werden.

Nieste – Dass Philipp Meier nicht der typische Kandidat ist, sieht der Parteilose nicht als Hindernis. Ganz im Gegenteil: „Ich bringe Eigenschaften mit, die für den Posten hilfreich sind.“

Anpacken können, aber vor allem Empathie und ein offenes Ohr für die Anregungen und Probleme der Menschen, damit könne er punkten. Sich daran zu orientieren, was den Bürgern wichtig ist und sich danach auszurichten, aber auch kritikfähig zu sein. „Gleichzeitig scheue ich mich nicht davor, kritische Dinge anzusprechen.“

Nieste: Physiotherapeut will neuer Bürgermeister werden

Meier tut das sogleich, als das Gespräch auf seine Erfahrung in der Kommunalpolitik und in der Verwaltungsarbeit kommt. „Beides fehlt mir bisher“, sagt er unumwunden. Aber der Blick von Außen ist gesund, findet der 31-Jährige. Schaut er als gebürtiger Kaufunger auf die kleine Gemeinde, in die er vor rund anderthalb Jahren mit seiner Frau Michelle Meier-Reul und Sohn Theo gezogen ist, sieht er viel Gutes: das Nahversorgungszentrum, das Vereinsleben und die personell wieder gut aufgestellte Verwaltung. „Nieste ist sehr lebenswert.“

Für ausbaufähig hält er den Bereich Soziales: „Ich würde eine Bedarfsanalyse machen und schauen, was die Bürger sich wünschen“, sagt Meier. Ihm schwebt ein Familienzentrum vor, in dem die verschiedenen Generationen zusammenkommen. „Da könnten Ältere den Jüngeren beispielsweise Märchen vorlesen und miteinander ins Gespräch kommen.“ Auch die Jugendarbeit würde er stärker in den Fokus rücken und mehr Angebote für junge Menschen machen.

Bürgermeisterwahl in Nieste

Meier traut sich all das zu – auch weil er das Verwaltungsteam im Rathaus für „sehr erfahren“ hält und sich selbst als lernfähig beschreibt. Das Verwaltungshandwerk könne er über Fort- und Weiterbildungen erlernen. Egal, ob es mit der Wahl klappt oder nicht, auf den Rückhalt seiner Frau kann der 31-Jährige zählen: „Ich finde es unglaublich mutig, dass Philipp sich zur Wahl stellt“, sagt Michelle Meier-Reul. Als Neu-Niester könne er andere Zugezogene mitnehmen und Akzente setzen, erklärt die 30-Jährige, die selbst in der kleinen Gemeinde groß geworden ist.

Nun geht Meier mit dem Ersten Beigeordneten Klaus Missing ins Rennen, der aktuell Niestes Geschicke leitet. Ob er dessen einziger Kontrahent am 26. September bleibt, zeigt sich am 19. Juli. Dann läuft die Bewerbungsfrist ab. niestermeier.de

Von Moritz Gorny

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