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Jugendliche aus Stadt und Kreis bekamen Zertifikate für ihr Engagement

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Von: Hanna Maiterth

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Zertifikate für ehrenamtliches Engagement: Viele der Jugendlichen aus Stadt und Landkreis Kassel nahmen ihre Urkunde persönlich in Empfang.
Zertifikate für ehrenamtliches Engagement: Viele der Jugendlichen aus Stadt und Landkreis Kassel nahmen ihre Urkunde persönlich in Empfang. © Hanna Maiterth

Viele Jugendliche aus Stadt und Landkreis Kassel bekamen für ihr Engagement ein Zertifikat im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Schuljahres.

Kreis Kassel – Hausaufgabenhilfe, Kinderbetreuung und Umweltschutz gehören zu den Bereichen, in denen sich schon Jugendliche ehrenamtlich engagieren können. So wie es die 56 Schülerinnen und Schüler aus Stadt und Landkreis Kassel in den vergangenen zwölf Monaten im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Schuljahres (FSSJ) gemacht haben.

Für ihr Engagement bekamen sie in dieser Woche ein Zertifikat. Das FSSJ wird von Stadt Kassel, dem Landkreis und dem staatlichen Schulamt gemeinsam angeboten. Es soll das Ehrenamt und das freiwillige Engagement fördern. Unterstützt wird das Projekt vom Land Hessen. Für die praktische Umsetzung ist wiederum das Freiwilligenzentrum Region Kassel zuständig.

„Wer sich früh engagiert, der bleibt dabei. Das haben Studien gezeigt“, erklärte Ilona Friedrich, Bürgermeisterin für Bürgerangelegenheiten und Soziales in Kassel, bei der feierlichen Übergabe der Zertifikate am Mittwochnachmittag in der Aula der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule. Friedrich war es auch, die das Projekt in Stadt und Landkreis auf den Weg brachte. Zum dritten Mal wurde das FSSJ nun angeboten, wobei die ersten beiden Jahre auch aufgrund der Einschränkungen mehr als Probelauf angesehen wurden, erklärte Frank Gerhold vom Freiwilligenzentrum.

„Das Ehrenamt ist eine wichtige Säule in unserem Sozialstaat“

Wie wichtig Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement sind, hätte in den vergangenen Jahren die Pandemie mit den Nachbarschaftshilfen aber auch der Krieg in der Ukraine gezeigt, waren sich die Projektorganisatoren einig. „Das Ehrenamt ist eine wichtige Säule in unserem Sozialstaat“, betonte in dem Zusammenhang Vizelandrätin Silke Engler. „So manches könnten wir ohne nicht wuppen.“

Einer der Teilnehmer heißt Felix Weiß. Der 14-Jährige war bei der Freiwilligen Feuerwehr Nordshausen-Brasselsberg. „Ich bin dort selbst in der Jugendfeuerwehr, das hat also gepasst“, erklärte der Schüler der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule seine Wahl. Er half seiner Patentante, Alexandra Emde, die in Nordshausen-Brasselsberg die Kinderfeuerwehr leitet.

Der 14-Jährige unterstützte sie dabei, die sechs- bis zehnjährigen Kindern spielerisch an die Aufgaben einer Feuerwehr heranzuführen. Was ihm so daran gefallen hat? „Es ist schön, wenn die Kinder Spaß haben und gerne zur Feuerwehr kommen. Nicht weil sie sollen, sondern weil sie wollen.“ Das Amt niederlegen wird er daher nicht. Der 14-Jährige hängt ein weiteres Jahr dran.

Werbung für das Ehrenamt macht der Handballer Finn Lemke von der MT Melsungen

Werbung für das Ehrenamt machte auch Handballer Finn Lemke von der MT Melsungen. Der 30-Jährige war als besonderer Gast geladen. Er trainierte mit 12 Jahren erstmals eine E-Jugend. Der Anfang seines ehrenamtlichen Engagements, wie er selbst erklärte. „Bei meiner Entwicklung hat mir das riesig geholfen.“

Schulamtsleiterin Anette Knieling warb ebenfalls für die nächste Runde des Programms: „Beim FSSJ werden soziale Kompetenzen gefördert, ihr könnt Fähigkeiten entdecken und etwas ausprobieren.“ Eine erste Orientierung bot der „Markt der Möglichkeiten“ im Foyer der Schule.

Denn ab jetzt können sich Jugendliche ab 14 Jahren für das FSSJ anmelden. In Justyna Boll und Torben Bennink von der Koordinierungsstelle FSSJ im Freiwilligenzentrum Region Kassel haben die Jugendlichen außerdem zwei Ansprechpersonen, die ihnen beim Schritt in das FSSJ helfen. „Wir beraten die Jugendlichen und unterstützen sie auf bei der Suche nach einem für sie passenden Platz“, erklärte Boll. Hanna Maiterth

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