200 Termine pro Tag

Mehr als 1000 VW-Mitarbeiter in Baunatal sind geimpft – Impfstoff bleibt knapp

Ein Herr mittleren Alters mit Mund-Nasen-Bedeckung hält ein Blatt Papier und ein Scanngerät in den Händen.
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Impfstraße in der Halle 2: An dieser Station werden die Mitarbeiter des VW-Werks, die einen Termin haben, registriert, so wie das Michael Lipphardt vom betriebseigenen Gesundheitswesen zeigt.

Seit 10. Juni laufen die Corona-Impfungen im Baunataler VW-Werk. Mehr als 1000 Mitarbeiter sind mittlerweile geimpft. Aber die Nachfrage kann nicht komplett gedeckt werden.

Kassel/Baunatal – Rund 200 Mitarbeiter aus dem VW-Werk Kassel in Baunatal bekommen täglich einen Termin für eine Impfung gegen das Coronavirus angeboten. Das berichtet Werksprecher Heiko Hillwig als Zwischenergebnis zu der seit 10. Juni laufenden Aktion. An zwei Standorten im Werk wird gegen Covid 19 geimpft.

Hillwig: Terminabsagen werden sofort nachbesetzt

Seit dem Starttermin seien jetzt mehr als 1000 Beschäftigte geimpft worden, sagt der Sprecher. Und gibt es einen Ansturm aus der Belegschaft auf die Impftermine?

„Die Impfungen erfolgen nach Terminvergaben“, erläutert Hillwig. „Von daher erleben wir keinen Ansturm, sondern einen reibungslosen und sehr strukturierten Ablauf.“ Terminabsagen würden unverzüglich nachbesetzt.

Allgemein ist der Impfstoff in Arztpraxen und Impfzentren weiterhin knapp. Das ist wohl auch beim größten Arbeitgeber der Region mit knapp 17 000 Beschäftigten so.

„Wir freuen uns darüber, dass die Betriebe endlich in die Impfstrategie einbezogen wurden und für alle Betriebe bundesweit in diesem Zusammenhang ein gesondertes Impfstoffkontingent bereitgestellt wurde“, sagt der VW-Sprecher. Die Nachfrage der Beschäftigten nach Terminen könne man mit den verfügbaren Impfstoffmengen nur teilweise decken.

VW will selbst digitalen Impfausweis ausstellen

Seit dieser Woche gibt es in Deutschland zudem den digitalen Impfausweis. Den von Geimpften benötigten QR-Code stellen beispielsweise Impfzentren und ausgewählte Apotheken aus. Auch im Baunataler VW-Werk soll die Möglichkeit geschaffen werden.

„Wir möchten die digitale Lösung für die VW-Beschäftigten auf jeden Fall unterstützen“, betont Hillwig. Aktuell bestehe für die Betriebe technisch noch kein Zugang für das Ausstellen der Zertifikate. „Wir stehen dazu mit dem Robert-Koch-Institut in Kontakt.“

Ziel des Personalwesens in Baunatal ist, weiter jede Woche rund 1200 Frauen und Männer zu impfen. Mit der Gesamtbelegschaft will man bis zum Beginn der Werksferien in Wolfsburg im August durch sein. Insgesamt gibt es in den deutschen VW-Werken 120.000 Beschäftigte. (Sven Kühling)

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