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Bei VW in Baunatal laufen am Tag 1100 Hybride vom Band

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Von: Sven Kühling

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Freuten sich über das 500 000. Hybrid-Getriebe aus dem VW-Werk Kassel in Baunatal: Die Mitarbeiter aus dem Getriebebau. Mit dabei Betriebsrat Stefan Erhardt (von rechts), Abteilungsleiter Oliver Freitag und Getriebebauleiter Christian Rauch. Angetrieben von dem Aggrgat wird auch der ganz neue Hybrid-Bus T7 Multivan.
Freuten sich über das 500 000. Hybrid-Getriebe aus dem VW-Werk Kassel in Baunatal: Die Mitarbeiter aus dem Getriebebau. Mit dabei Betriebsrat Stefan Erhardt (von rechts), Abteilungsleiter Oliver Freitag und Getriebebauleiter Christian Rauch. Angetrieben von dem Aggrgat wird auch der ganz neue Hybrid-Bus T7 Multivan. © Sven Kühling

Als 2014 das erste Hybridgetriebe die umgebaute, komplett in Weiß gestaltete Halle 6 des VW-Werk Kassel in Baunatal verließ, da ahnte wohl noch niemand, dass das Bauteil mit der Bezeichnung DQ 400e zum Erfolgsmodell des Standorts wird. Jetzt haben die Mitarbeiter den 500 000. Antrieb montiert. Und die täglich produzierte Stückzahl steigt stetig weiter.

Kassel/Baunatal – Die Zahlen machen die Bedeutung des Hybrids für den Betrieb Volkswagen deutlich. Das Kundeninteresse an der Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor wächst. Laut Getriebebauleiter Christian Rauch wurden zum Start vor acht Jahren 50 DQ 400e am Tag gefertigt. Ab 2020 wurde auf 900 erhöht, heute sind es 1100 Hybride pro Tag.

Von Kassel aus kommen die Getriebe dann beispielsweise in die Konzernmodelle Golf GTE, Audi A3 e-tron, Seat Leon, Skoda Octavia und die SUV-Modelle von Audi sowie den VW Tiguan. Auch die Montage des neuen Hybrid-Busses T7 Multivan wird von Baunatal aus beliefert. Diesen hatte das Werkmanagement jetzt auch zur kleinen Jubiläumsfeier „500 000 DQ 400e“ in der Halle aufgestellt – sichtlich zur Freude der Mitarbeiter aus der Baunataler Produktion.

Mit den Hybrid-Fahrzeugen soll eine eine rein elektrische Fahrt von rund 60 Kilometern möglich sein.. Die Reichweite eignet sich etwa für die tägliche Strecke zum Arbeitsplatz. Ansonsten verleiht die Batterie im Auto dem Verbrennungsmotor mehr Leistung. Wenn die maximale Reichweite elektrisch erreicht ist, kann der Fahrer auch komplett auf Benzin umschalten. Christian Rauch hob die Bedeutung des DQ 400e für den gesamten Standort hervor. Es sei das Bauteil, das die meisten Mitarbeiter pro 100 Einheiten beschäftige, sagte er. Laut Abteilungsleiter Oliver Freitag sind insgesamt 550 Frauen und Männer in dem Bereich DQ 400e tätig. Diese, so Rauch, fertigten nicht nur den E-Antrieb für die Hybride. Auch der Bau der Kupplung, des Getriebes (6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe) und die Mechatronik seien am Standort beheimatet.

Betriebsrat Stefan Erhardt sprach von einem Produkt „mit hoher Beschäftigungstiefe“. Die Mitarbeiter hätten teilweise an den Wochenenden dafür gesorgt, die Stückzahlsteigerungen durch den Umbhau der Produktionslinien auf den Weg zu bringen. Er hoffe, dass eine weitere Steigerung in dem Bereich noch kommen werde, sagte Ehrhardt mit Blick auf eine Fortsetzung der Förderung für Hybride durch den Staat.

Und auch das spricht für den Kauf eines Hybrides: In der Automobilindustrie gilt das Angebot des Komi-Antriebes als Einstieg zum Umstieg auf rein elektrische Fahrzeuge.

„Ich war von Anfang an dabei, sagt Mitarbeiterin Tanja Lange aus Öttmannshausen (Werra-Meißner-Kreis) zum Erfolgsmodell DQ 400e. Mit dem Aufbau der Produktion in der Hlle 6 habe man gesehen, „dass es voran geht“, sagt die 45-Jährige. Das war schon toll“, ergänzt Meister Michael Meyer. Die Fläche in der Halle 6 sei eine Innovation für den gesamten Standort gewesen. Tanja Langes Fazit zu ihrer Arbeit ist eindeutig: „Ich mache es einfach gerne.“ (Sven Kühling)

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