Kostendeckel geplant

Anbau an Aqua-Park rückt näher - In Baunatal soll Sportbad mit sechs Bahnen entstehen

Nutzen das alte Sportbad: Die Rettungsschwimmer der DLRG Baunatal, hier Jasmina Lonic. Archivfoto: Steph Dittschar/nh
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Nutzen das alte Sportbad: Die Rettungsschwimmer der DLRG Baunatal, hier Jasmina Lonic.

Seit Jahren ist das Baunataler Sportbad im Aqua-Park marode. Jetzt scheint ein Neubau des Sportbades an der Altenritter Straße wahrscheinlich.

Baunatal - Nach Informationen der HNA haben sich die politischen Kräfte in der VW-Stadt weitgehend auf einen derartigen Schritt verständigt. Vorbild für einen Neu-, beziehungsweise Anbau eines Sportbades an das bestehenden Freizeitbad könnte das Sportbad in Werdohl in NRW werden. Die Anlage hatten Mitglieder der Fraktionen des Baunataler Stadtparlamentes und des Magistrates Mitte Juli besichtigt.

In Werdohl wurde ein Becken mit vier Bahnen für unter fünf Millionen Euro errichtet. Dem Vernehmen nach soll der Anbau an den Aqua-Park etwas größer werden und sechs Bahnen bekommen. Ein Kostendeckel von acht Millionen Euro gilt als wahrscheinlich. Mindestens drei Millionen Euro Förderung sind vom Bund für eine Badsanierung zugesagt. Weitere Zuschüsse sollen vom Rathaus beantragt werden.

Bürgermeisterin Silke Engler (SPD) will die Ergebnisse der Exkursion noch nicht bestätigen. Sie verweist auf einen Arbeitskreis, der aus der Gruppe hervorgegangen sei. Dieser tage nicht öffentlich, sagt die Bürgermeisterin. Kritik aus den Reihen der Sportvereine, dass diese nicht an der Besichtigung und der bisherigen Planung beteiligt wurden, weist die Rathauschefin zurück. Die Gruppe sei aus dem Haupt- und Finanzausschuss des Stadtparlamentes hervorgegangen. Besetzt worden sei sie nach der Fraktionsstärke in den Ausschüssen. Engler betont ausdrücklich, dass in dem Gremium eine sehr kollegiale Atmosphäre herrsche.

Die Bürgermeisterin verrät zumindest, dass man das Bad so bauen wolle, „dass die Wettkampfklasse C erfüllt wird“. Das begrüßt auf Anfrage auch Timo Gerhold, Vorstandsvorsitzender des KSV Baunatal. „Das wäre für unsere Bedürfnisse ausreichend“, sagt er. Gerhold hat noch einen weiteren Wunsch für die Planung zur Verbesserung des Schwimmunterrichts.

Mit einem Hubboden – so wie in Werdohl – könnte die Beckentiefe variabel für Kinder und Menschen in der Reha angepasst werden. Der Boden des Beckens lässt sich per Knopfdruck in der Höhe verstellen. Die Kosten liegen laut Gerhold etwa bei 500.000 Euro, die zur Gesamtsumme hinzukämen. (Sven Kühling)

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