Immer mehr Ältere besitzen ein Smartphone

Damit Opa besser chatten kann: Awo in Baunatal bietet Hilfe mit Smartphones an

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Hilfe beim Umgang mit dem Smartphone: Der ehrenamtliche Mitarbeiter Bernd Schroeder (74, links) beantwortet beim Treffen der Awo-Smartphone-Freunde Karl-Heinz Scheffer (82), der ein neues Handy hat, einige Fragen.

Das Interesse älterer Menschen an modernen Geräten wie Smartphones und Tablets hat stark zugenommen und wächst stetig.

Diese Erfahrung hat auch das Awo-Quartiersmanagement gemacht, das deshalb zwei Angebote hat: eine Smartphone-Sprechstunde und das Treffen der Awo-Smartphone-Freunde. Die Fragen, die die älteren Menschen haben, sind laut der ehrenamtlichen Helferin Gisela Niemeyer sehr unterschiedlich: Manche wollen etwas zum Fotografieren wissen, andere sind daran interessiert, wie Whatsapp funktioniert.

Es geht um die Einstellung der Schriftgröße und die Übertragung von Kontakten auf ein neues Handy. Die meisten kommen mit einem Smartphone, berichtet Helfer Bernd Schroeder, selten ist auch mal jemand mit einem Tablet oder einem Laptop da. Manche wollten sich auch einfach darüber informieren, welches Smartphone sie sich am besten anschaffen sollten.

Einige Teilnehmer der Smartphone-Schulung sind über 90 Jahre alt

Bianka Pötter, Awo-Quartiersmanagerin.

Die meisten, die beim Awo-Quartiersmanagement Hilfe in Sachen Smartphone suchen, sind zwischen 60 und 80. Manchmal gibt es aber auch Teilnehmer, die über 90 Jahre alt sind. Damit die Ehrenamtlichen ihnen helfen können, werden sie ein- bis zweimal im Jahr geschult, erklärt Awo-Quartiersmanagerin Bianka Pötter. Manche Ehrenamtlichen begleiten ältere Menschen beim Kauf des Handys. „Ich glaube, viele merken, dass man nicht mehr drumherum kommt“, sagt Dieter Rodermund, Ehrenamtlicher.

Senioren sind neugierig und wollen etwas neues lernen

Viele Ältere seien sehr neugierig und wollten etwas dazulernen, manche bekämen die Geräte geschenkt und wollen dann wissen, wie es funktioniert. „Die jungen Leute sind oft zu schnell beim Erklären“, sagt Rodermund – sie wachsen mit den Geräten auf und haben keine Berührungsängste, was bei vielen älteren Menschen anders sei. „Ich empfehle immer, einen Zettel mitzubringen und sich die einzelnen Schritte genau aufzuschreiben“, so Niemeyer. Sie findet es toll, dass sich alle untereinander helfen und man selbst als Ehrenamtlicher kein Experte sein muss, sondern sich mit den anderen berät, wenn man bei einem Problem nicht weiterkommt.

Auch Schüler und Studenten helfen beim Angebot der Awo mit

Dorothea Schöppe ist Studentin an der Uni Kassel, der 17-jährige Enrico Sauer geht auf die Theodor-Heuss-Schule in Baunatal. Er sagt, es helfe oftmals, Dinge einfach zu erklären, ohne Fachbegriffe und ganz umgangssprachlich.

Awo-Smartphone-Freunde helfen alle zwei Wochen

Beim Angebot der Awo-Smartphone-Freunde, das alle 14 Tage mittwochs von 14 bis 16 Uhr in der Begegnungsstätte der Generationen Am Stadtpark 10b stattfindet, gibt es in der letzten halben Stunde meist einen Vortrag, zum Beispiel von Bodo Draegert – er ist Elektroingenieur in Rente und berichtet den älteren Menschen unter anderem, warum eine sogenannte Cloud sinnvoll ist. Die nächsten Treffen der Smartphone-Freunde finden am 15., 29. Januar, 12. und 26. Februar statt. Im Gebäude steht W-Lan zur Verfügung, damit alle Anwendungen genutzt werden können. 

Smartphone-Sprechstunde: Für grundlegende Fragen und intensivere Hilfe

Wer ganz grundlegende Fragen zum Thema Smartphone hat und intensive Beratung braucht, kann sich bei der Smartphone-Sprechstunde anmelden. Sie findet jeden zweiten Montag im Monat von 10 bis 12.15 Uhr Am Stadtpark 10 im dritten Stock statt. Die nächsten Termine sind am 13. Januar, 10. Februar und 9. März. 

EineAnmeldung bis drei Tage vorher ist erforderlich unter Tel. 0561/95380011, erklärt Pötter. Sie berichtet, dass für beide Angebote Ehrenamtliche gesucht werden – wer Interesse hat, kann sich an sie wenden, telefonisch oder per Mail an bianka.poetter@awo-nordhessen.de

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