Festakt mit Westernhagen und Lindenberg

Silke Engler wurde als neue Bürgermeisterin in Baunatal ins Amt eingeführt

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Blicken optimistisch in die Zukunft (von links): Stadtrat Hans Moulliet, Baunatals neue Bürgermeisterin Silke Engler und Stadtverordnetenvorsteher Peter Lutze während der Amtseinführung in der Stadthalle.

Baunatal. Baunatals neue Bürgermeisterin Silke Engler ist seit Freitag offiziell im Amt. Vor der vollbesetzten Stadthalle appellierte die neue Rathauschefin an den fraktionsübergreifenden Zusammenhalt.

Ein wenig musste sie sich selbst noch an den Titel gewöhnen. Doch am Ende des knapp zweistündigen Festakts anlässlich ihrer Amtseinführung am Freitag in der voll besetzten Baunataler Stadthalle war Silke Engler (45) zumindest rhetorisch voll in ihrer neuen Rolle angekommen. „Lassen Sie uns die Ärmel hochkrempeln und gemeinsam für unsere Stadt arbeiten“, schloss sie ihre Rede, gefolgt von langem Applaus. Nach zwölf Jahren als Erste Stadträtin ist Silke Engler als neue Bürgermeisterin an der Rathausspitze der größten Stadt im Landkreis angekommen.

Sie freue sich darauf, noch mehr Verantwortung tragen zu dürfen, sagte Engler zu Beginn ihrer Rede. Bodenständig wolle sie in ihrem neuen Job bleiben, pragmatisch und klar in der Ansprache. „Sie müssen ertragen, dass ich norddeutsch klar bleibe“, richtete die gebürtige Rostockerin mit einem flüchtigen Lächeln an die Bürger im Saal, vor allem aber an die versammelten Fraktionsmitglieder. „Wir werden nicht immer einer Meinung sein, sollten uns aber bei allem Ringen auf den gemeinsamen Nenner konzentrieren: dass wir für die Bürger unserer Stadt arbeiten.“

Norddeutsch blieb dann auch Englers Vokabular, als es um die anstehenden Aufgaben im neuen Jahr ging. „Schwere See voraus“ bedeute die alles andere als rosige Haushaltslage der Stadt. „Aber mit schwerer See kenne ich mich aus“, beruhigte sie und prognostizierte trotz der Haushaltslage eine erfolgreiche gemeinsame Zukunft. „Entscheidend für ein Schiff ist die Mannschaft und eine ruhige Hand am Ruder.“

Traditionell richteten die Fraktionen zuvor Grußworte an die neue Rathauschefin. Zusammenfassen ließ sich das Ganze so: Die SPD schmeichelte, die Grünen stichelten, die FDP beglückwünschte aufrichtig und die CDU kündigte an, sich konstruktiv reiben zu wollen.

Für Gänsehaut sorgte das Heeresmusikkorps, das der Veranstaltung mit drei Wunschstücken Englers – der Europahymne, „Freiheit“ von Marius Müller-Westernhagen und „Wir ziehen in den Frieden“ von Udo Lindenberg – ihren Rahmen gab.

Natürlich spielte auch der traurige Grund für Englers Beförderung – der überraschende Tod ihres Vorgängers Manfred Schaub am 20. Mai – an diesem Abend eine Rolle. „Ich versuche gar nicht erst, in Manfreds Fußstapfen zu treten“, sagte eine sichtlich bewegte Engler. „Ich möchte meine Eigenen hinterlassen.“

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