Umfrage des ADFC - Stadt Kassel landet auf Rang 57

Baunatal ist fahrradfreundlichste Stadt Hessens

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Raddirektverbindung nach Kassel: Die neue Unterführung am Bahnhof Altenbauna ist ein wichtiger Baustein für den Anschluss Baunatals an die benachbarte Großstadt Kassel.

Baunatal die fahrradfreundlichste Stadt in ganz Hessen. Das hat eine bundesweite Befragung des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) ergeben. Kassel landete auf Platz 57.

Die Stadt Baunatal ist erneut die fahrradfreundlichste Stadt in ganz Hessen. Das ergab der Fahrrad-Klima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) für das Jahr 2018. Über alle Städtegrößenklassen hinweg habe Baunatal bei der Befragung erneut die Spitzenposition belegt, heißt es in einer Mitteilung des ADFC. Die Stadt Kassel landete im Hessenvergleich auf Rang 57.

„Baunatal steht mit der Note von 2,67 sowohl an der Spitze aller hessischen Kommunen als auch bundesweit bei den Städten zwischen 20.000 und 50.000 Einwohnern“, heißt es in der Mitteilung. In Baunatal werde eine fahrradfreundliche Verkehrspolitik betrieben, es gebe eine gute Wegweisung und viele Abstellmöglichkeiten für Räder. „Mit der Fertigstellung einer Bahnhofsunterführung gelang Ende 2017 ein wichtiger Lückenschluss für eine Raddirektverbindung zwischen Baunatal und Kassel."

Hintergrund: Gewinner und Aufholer in der Fahrrad-Umfrage

Der ADFC hat die fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands in sechs Kategorien gekürt, die von der Größe der Kommune abhängen. Radfahrer konnten für ihr Urteil Schulnoten vergeben. Eine Übersicht:

Großstädte mit mehr als 500 000 Einwohnern:

1. Platz: Bremen - Note 3,55

2. Platz: Hannover (Niedersachsen) - Note 3,77

3. Platz: Leipzig (Sachsen) - Note 3,85

Aufholer: Berlin - Note 4,27

Große Städte mit 200 000 bis 500 000 Einwohnern:

1. Platz: Karlsruhe (Baden-Württemberg) - Note 3,15

2. Platz: Münster (Nordrhein-Westfalen) - Note 3,25

3. Platz: Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) - Note 3,42

Aufholer: Wiesbaden (Hessen) - Note 4,42

Städte mit 100 000 bis 200 000 Einwohnern:

1. Platz: Göttingen (Niedersachsen) - Note 3,35

2. Platz: Erlangen (Bayern) - Note 3,39

3. Platz: Oldenburg (Niedersachsen) - Note 3,54

Aufholer: Offenbach am Main (Hessen) - Note 3,63

Städte mit 50 000 bis 100 000 Einwohnern:

1. Platz: Bocholt (Nordrhein-Westfalen) - Note 2,39

2. Platz: Nordhorn (Niedersachsen) - Note 2,62

3. Platz: Konstanz (Baden-Württemberg) - Note 3,10

Aufholer: Konstanz

Städte von 20 000 bis 50 000 Einwohnern

1. Platz: Baunatal (Hessen) - Note 2,67

2. Platz: Ingelheim am Rhein (Rheinland-Pfalz) - Note 2,71

3. Platz: Rees (Nordrhein-Westfalen) - Note 2,95

Aufholer: Emmendingen (Baden-Württemberg)- Note 3,50)

Städte und Gemeinden bis 20 000 Einwohnern

1. Platz: Reken (Nordrhein-Westfalen) - Note 1,97

2. Platz: Wettringen (Nordrhein-Westfalen) - Note 1,98

3. Platz: Heek (Nordrhein-Westfalen) - Note 2,37

Aufholer: Oschatz (Sachsen) - Note 3,97

Sonderpreis für Familienfreundlichkeit: Wettringen

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Schlechte Noten für Fahrradfahren in Hessen

Die Zufriedenheit der Fahrradfahrer in Hessen hat sich einer Umfrage zufolge verschlechtert. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club hatte Radfahrer gebeten, das Radeln in ihrer Stadt anhand von 32 Fragen mit Schulnoten zu bewerten. Im Vergleich zu den Vorjahren zeige sich dabei "eine klare Tendenz zu schlechteren Noten", berichtete der ADFC am Dienstag.

Nur sieben hessischen Kommunen gelang es, ihre Noten leicht zu verbessern. Dagegen haben sich elf leicht und zehn sogar deutlich verschlechtert. Die Befragung ist nicht repräsentativ. Teilgenommen haben rund 12 700 Radfahrer in Hessen. Ausgewertet wurden die Ergebnisse aus 71 Städten.

Die besten Noten in Hessen bekamen kleinere Städte, die Großstädte schnitten tendenziell schlechter ab. Am besten bewertet wurde Baunatal (Kreis Kassel, Note 2,67), am schlechtesten Bad Homburg (Hochtaunuskreis, Note 4,54). Wiesbaden und Offenbach zählen zu den "Aufsteigern", Frankfurt schnitt schlechter ab als früher, und Kassel zählt zu den Schlusslichtern.

Zu den Haupt-Ärgernissen hessischer Radler zählen Falschparker. Eltern, die ihre Kinder mit dem Rad fahren lassen, haben oft kein gutes Gefühl, wie die Umfrage ergab. Der ADFC fordert "konkrete, sichtbare, erfahrbare Maßnahmen - und zwar nicht im gemächlichen Tempo der letzten Jahre, sondern schnell".

mit dpa

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