Baunatal: Für Bürgermeisterkandidat Rainer Oswald von der FDP zählen Fakten

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Schätzt in seiner Freizeit die Ruhe und Abgeschiedenheit in der Natur: Bürgermeisterkandidat für die FDP Rainer Oswald.

Baunatal. Rainer Oswald aus Baunatal will am 28. Oktober zum neuen Bürgermeister in Baunatal gewählt werden. 

Aquapark? Neu bauen. Neubaugebiete? Erschließen. Abitur? Sollte in Baunatal möglich sein. ÖPNV? Stärken, um die einzelnen Ortsteile besser anzubinden. Kaffee? Schwarz. Rainer Oswald ist ein direkter, ein rationaler Typ. In politischen Debatten, sagt er, fehle ihm häufig die Substanz. Bei seinen Themen, mit denen er die Wählerinnen und Wähler in Baunatal überzeugen möchte, ihn am 28. Oktober zu ihrem neuen Bürgermeister zu wählen, geht der FDP-Kandidat gleich in die Tiefe – und setzt auf Weitblick.

Wenn der 54-jährige Diplom-Chemiker etwa über die Förderung des Bildungsangebots in der Stadt spricht, zieht er den Bildungsreport heran. Dieser zeige, dass gerade die Übergänge zwischen Kindergarten, Grundschule und weiterführenden Schulformen problematisch seien. „Es werden Schülergenerationen nachwachsen, die den Schulstoff anders angreifen und ihr Potenzial so vielleicht nicht voll ausschöpfen können“, sagt Oswald. Gemeint sind damit unter anderem Kinder von Migranten. „Nicht alle haben das Glück, dass ihre Eltern Ärzte oder Ähnliches sind, die ihre Kinder zur Bildung antreiben.“

Hier sieht Oswald Möglichkeiten zur Förderung für die Kommunen. Etwa durch den Ausbau des Ganztagsangebots. Und eben durch die Möglichkeit, in Baunatal Abitur machen zu können. So könnte von der Einschulung bis zum Abschluss ein klareres Schulprofil herausgebildet werden, in dem sich die Kinder besser bilden und entwickeln könnten, sagt Oswald.

Weitblick hält der gebürtige Österreicher auch bei großen Bauvorhaben wie der Max-Riegel-Halle, dem Sportbad oder der Kulturhalle für nötig. Im Aquapark stünden bei sinkenden Besucherzahlen zu hohe Investitionen an, um ihn sich auf lange Sicht leisten zu können. Oswald befürwortet daher eine größere Investition in Form eines vollständigen Neubaus, „um langfristig glücklich damit zu werden“.

Dass Oswald in seinem Wahlkampf nicht auf Emotionalität setzt, wird schon beim Blick auf das Wahlplakat deutlich: „Nachhaltige Finanzplanung für Baunatal“, heißt es dort. Oswald formuliert es so: „Als Naturwissenschaftler zählen für mich Zahlen und Fakten.“ Bei aller Sachlichkeit setzt Oswald in den letzten Wochen vor der Wahl aber auch auf Nähe zu den Bürgern. Jeden Samstag steht er deshalb ab 9 Uhr auf dem Baunataler Marktplatz, um sich den Fragen der potenziellen Wählerinnen und Wähler zu stellen. Sollte er gewählt werden, will er ein Bürgerforum etablieren, eine Art offene Podiumsdiskussion, „um Politik kurz und knapp zu erläutern“ und den Bürger stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen. „Ich setze auf das direkte Gespräch.“ Was ein direkter Typ eben so macht.

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