Trommelspaß für Babys

Musikwiege in Baunatal fördert frühkindliche Entwicklung bei Babys

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Der acht Monate alte Leon (links) und die neun Monate alte Luisa entdecken die Djembe, eine afrikanische Trommel. Das Zusammenspiel von Bewegung und Klang spielt bei der Musikwiege eine wesentliche Rolle.

Die Musikschule Baunatal bietet einen Kurs für Eltern mit Babys ab vier Monaten an. Dieser Kurs fördert nicht nur eine enge Bindung zwischen Eltern und Kind, sondern auch die Hirnentwicklung des Babys. 

Die Kulleraugen der elf Monate alten Linda schauen Angela Krastel fasziniert zu, während sie auf einer Mandoline spielt. Die Musikpädagogin beginnt dazu ein Lied zu singen und der zehn Monate alte Levi klatscht mit seinen Händen.

Mit Klängen, Gesang, und Bewegung wird beim Musikwiege-Kurs die frühkindliche Entwicklung gefördert. „Die Sinne werden angeregt und das Rhythmusgefühl wird gestärkt“, erklärt Angela Krastel. Ihr Musikwiege-Kurs für Babys hat in der Musikschule Baunatal Anfang November begonnen und findet fortlaufend wöchentlich statt. Die vier Kinder in ihrer aktuellen Gruppe sind zwischen acht und elf Monaten alt. Geborgenheit und eine entspannte Atmosphäre spielen eine zentrale Rolle bei dem Konzept der Musikwiege.

Sie musizieren jede Woche zusammen: Musikpädagogin Angela Krastel (von links), Veronika Tews mit Sohn Levi (10 Monate), Christina Landau mit Tochter Lusia (9 Monate), Katharina Lewandowski mit Sohn Leon (8 Monate) und Kim Gerhold mit Tochter Linda (11 Monate).

Die Kinder sitzen auf dem Schoß ihrer Mütter in einem Sitzkreis und lauschen Liedern und Versspielen. Im Takt werden sie geschaukelt, gestreichelt und ihre Mütter klopfen ihnen behutsam auf bestimmte Körperpartien. „Dadurch spüren die Kinder den Rhythmus“, erklärt Angela Krastel. Musik, Klang und Gesang werden stets mit Bewegungen verbunden, sodass Hören und Spüren kombiniert werden.

Babys dürfen erste Instrumente benutzen

Die Musikpädagogin trommelt etwa auf einer Djembe während sich die Mütter mit ihren Babys auf dem Arm im Raum bewegen. So, wie der Takt variiert, verändert auch die Gruppe ihr Tempo. Zudem dürfen die Kinder die Instrumente auch selbst entdecken, wie unter anderem Klangbausteine und Rasseln. Es sei sehr wichtig, dass die Kinder Instrumente in die Hand bekommen und die Möglichkeit haben, sie zum Klingen zu bringen. 

„Die Kinder nehmen viel daraus mit, wenn sie die Instrumente selbst berühren und ausprobieren dürfen“, sagt Angela Krastel. Das Singen und Hören sei zudem gut für die Sprachentwicklung, erklärt die Musikpädagogin.

Gemeinsames Musizieren ist wertvoll für die Eltern-Kind-Bindung

Durch die Musikwiege erhalten Babys aber nicht nur wertvolle Impulse für die Hirnentwicklung, Motorik und Kreativität. Durch das gemeinsame Musizieren wird laut Krastel auch die Bindung zwischen Eltern und Kind gestärkt. 

„Für die Kinder ist es toll hier. Sie haben eine schöne Beschäftigung und der Spaß steht im Vordergrund“, sagt Christina Landau. Sie ist mit ihrer neun Monate alten Tochter Luisa schon seit Anfang November dabei. 

Neu sind Katharina Lewandowski aus Schauenburg mit ihrem acht Monate alten Sohn Leon. „Leon hat schon früh gerne gesungen. Uns hat es heute sehr gut gefallen.“, sagt sie. „Wir kommen gerne wieder.“

Nächste Musikwiege beginnt im März

Der nächste Kurs startet im März für Kinder, die zwischen Juli und September geboren wurden.Anmeldung unter Tel. 05 61/49 77 49 oder an info@musikschule-baunatal.de.

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