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Baunatal soll kräftig wachsen

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Von: Sven Kühling

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War eines der letzten Baunataler Baugebiete: das „Weiße Feld“ in Großenritte. In dem Stadtteil soll es weitere Flächen für Wohnbebauung geben. Archiv
War eines der letzten Baunataler Baugebiete: das „Weiße Feld“ in Großenritte. In dem Stadtteil soll es weitere Flächen für Wohnbebauung geben. Archiv © Sven Kühling

Die Stadt Baunatal ist mit 28 000 Einwohnern bereits die größte Stadt im Landkreis Kassel. Sie könnte bald noch deutlich wachsen. Die geplante Erweiterung versteckt sich hinter dem Begriff „Siedlungsentwicklung“. Demnach sollen in den sieben Stadtteilen gleich mehrere neue Baugebiete für Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen – ein großes beispielsweise bei Großenritte.

Baunatal – Die angestrebte Erweiterung der Kommune wurde bereits im Pressegespräch mit der Rathausspitze zum Haushalt am Montagvormittag deutlich. Am Abend brachten Bürgermeisterin Manuela Strube und Erster Stadtrat Daniel Jung (beide SPD) den Doppel-Haushalt für die Jahre 2023/2024 dann in der Stadtverordnetenversammlung ein.

Dabei wurde das Thema ebenfalls angerissen. Er sei sehr dankbar, dass die Fraktionen das Potenzial für die Stadt gemeinsam erkennen, sagte der Erste Stadtrat. Eine Lenkungsgruppe Siedlungsentwicklung habe in einem sehr guten, konstruktiven Prozess die Weichen dafür gestellt, „dass schon im nächsten Jahr auf vier weiteren Grundstücken im Stadtgebiet eine Mehrgeschosswohnungsbebauung begonnen werden und so neuer Wohnraum geschaffen werden kann“.

Strube und Jung sprachen gegenüber der HNA von „der größten Siedlungsentwicklung in der Stadtgeschichte“. Es handele sich um eine Erweiterung, die sogar noch über den Zusammenschluss der Stadtteile in den 70er-Jahren hinausgehe.

Laut Erstem Stadtrat ist dieser Schritt auch dringend nötig. Es gebe schon jetzt eine Liste mit einer vierstelligen Anzahl von Interessenten für Bauplätze in Baunatal. Wo genau die Flächen entwickelt werden, sagten Jung und Strube noch nicht. Teilweise liefen noch Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern.

Städtische Gebäude

Des Weiteren blickte der Erste Stadtrat noch auf die Ausgaben zum Erhalt der über 100 städtischen Gebäude. Dafür, so rechnete er beim Pressetermin vor, seien in zehn Jahren Investitionen von 100 Millionen Euro nötig. „In den Vorjahren musten zum Teil notwendige Sanierungen mangels Geld und Personal zurückgestellt werden“, sagte er später in seiner Haushaltsrede. „Auf unseren Gebäudebestand muss daher ein besonderes Augenmerk gelegt werden.“

Kitas

Einen Schwerpunkt wollen die Verantwortlichen auf die Kindertagesstätten legen. Im Finanzplan seien neben einem Kita-Neubau auf dem F-Sportplatz auch mehrere umfassende Sanierungen geplant, „angefangen bei der Kita Hünstein im Jahr 2024“.

Überhaupt wolle das Rathaus ein zentrales Augenmerk auf eine moderne und zeitgemäße Bildungslandschaft mit Angeboten für alle Generationen legen, sagte Strube.

Der Betrieb der Kitas kostet viel Geld, kann über die Gebühreneinnahmen nicht annähernd finanziert werden. Der Zuschuss der Stadt sei innerhalb von drei Jahren um 25 Prozent gestiegen, erläuterte die Bürgermeisterin. Im Jahr 2023 muss die Verwaltung 11,8 Millionen Euro zuschießen, 2024 sind es 11,6 Millionen. Für Personal in diesem Bereich müssen 13,7 Millionen Euro (2023) und 14,1 Millionen (2024) aufgewendet werden.

Und: Passend zum morgigen Warntag ist in der Finanzplanung für 2023 bis 2025 der Aufbau einer Sirenenalarmierung enthalten. (Sven Kühling)

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