Schandfleck im Ort

Marodes Haus in Kirchbauna: Teile fallen vom Dach - Eine Gefahr für Fußgänger

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Provisorisch abgesperrt: Der Gehweg an der Hermann-Schafft-Straße/Ecke An der Kirche in Kirchbauna.

Es ist ein Schandfleck in Kirchbauna: Früher lag an der Hermann-Schafft-Straße ein sozialpädagogisches Zentrum. Nun ist das Gebäude verwahrlost. Dies birgt Gefahren.

Der Gehweg an der Hermann-Schafft-Straße/Ecke An der Kirche ist provisorisch mit einer Holzpalette und rot-weißem Flatterband abgesperrt, das sich allerdings an manchen Stellen bereits gelöst hat. Ein HNA-Leser hat sich über den Schandfleck in Kirchbauna beschwert.

Laut Susanne Bräutigam, Sprecherin der Stadt Baunatal, ist das Haus in Privatbesitz, aber nicht bewohnt. Weil Teile des Dachgiebels auf den Gehweg gefallen seien, habe die Stadt Kontakt zum Eigentümer aufgenommen und darauf hingewiesen, dass der Weg abgesperrt werden müsse. „Es ist ein Bauzaun erforderlich“, so Bräutigam. 

Marodes Haus in Kirchbauna: Bauzaun fehlt immer noch - Gefahr für Fußgänger

Der ist bisher jedoch noch nicht aufgestellt worden. Wie es mit dem Haus beziehungsweise dem Grundstück weitergehen soll, ist vonseiten der Stadt bisher nicht bekannt und sei Sache des Eigentümers. „Die Stadt hat die Bauaufsicht des Landkreises Kassel informiert“, so Bräutigam.

„Das Ordnungsamt der Stadt Baunatal ist aktuell federführend bei dieser Sicherungsmaßnahme“, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn. Es habe vom Eigentümer bereits schriftlich verlangt, das Flatterband kurzfristig durch einen Sicherungszaun zu ersetzen. 

„Dieses direkte Vorgehen des Ordnungsamtes diente der akuten Gefahrenabwehr“, so Kühlborn – die Sicherheit der Fußgänger in diesem Bereich war also wohl nicht mehr gegeben.

Stadt Baunatal verfügte Dachreparaturen 

Die „ganz offensichtlich erforderlichen Dachreparaturen“ habe die Stadt ebenfalls beim Eigentümer verfügt. Zwischen der Stadt Baunatal und der Bauaufsicht des Landkreises sei abgestimmt worden, dass das kommunale Ordnungsamt die akute Gefahrenabwehr vornimmt. Sobald der Bauzaun stehe, werde die Kontrolle über die Verkehrssicherung des Gebäudes an die Bauaufsicht des Landkreises übertragen. 

„Wir kooperieren in solchen Fällen sehr häufig abgestimmt mit den Kommunen, die wie in diesem Fall aufgrund der örtlichen Nähe und der spezifischen Kenntnisse in den Eigentumsverhältnissen schnellstmöglich reagieren konnte“, sagt Kühlborn. Wie lange der Gehweg noch gesperrt bleibt, ist also bislang unklar.

Hier liegt das marode Haus in Kirchbauna:

Ein anderer Schandfleck in der Region hat für ordentlich Wirbel gesorgt: Ein Kasseler hat in Nieste eine Schrott-Immobilie für 133.000 Euro ersteigert.

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