Geschäfte, Gastronomie und Kino könnten schon bald öffnen

Baunatal wird Modellprojekt nach Tübinger Vorbild

Baunatal Marktplatz Bücherei und Rathaus Baunatal Foto: Kühling
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Rund um das Baunataler Rathaus solllen schon bald wieder die Geschäfte öffnen.

Baunatal – Die Stadt Baunatal wird Modellprojekt des Landes Hessen und öffnet demnächst die Innenstadt wohl mit Handel, Gastronomie, Stadthalle und Kino. Das teilt das Baunataler Rathaus mit.

Zuvor hatten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) in Wiesbaden die Entscheidung für drei Modellkommunen zu einem kontrollierten Testen im Zusammenhang mit Öffnungsschritten während der Corona-Pandemie bekannt gegeben.

Dabei orientiert man sich an dem bereits in Tübingen umgesetzten Modell. Neben der 28 000-Einwohner-Stadt Baunatal sind auch Alsfeld und Dieburg dabei.

Wann die Öffnung in Baunatal kommen wird, ist noch nicht ganz klar. „Ein zügiger Start ist geplant“, hieß es am Nachmittag lediglich aus dem Rathaus. „Wir freuen uns sehr über diese Entscheidung“, betont Bürgermeisterin Silke Engler (SPD) im Gespräch mit der HNA. „Wir wollen, dass es ein Erfolg wird.“

Silke Engler

Laut Engler sind in der „räumlich abgrenzbaren Innenstadt“ Öffnungsschritte bei Geschäften und Gastronomie, aber auch von Stadthalle, Kino und anderen öffentlichen Einrichtungen geplant. „Ein negatives Testergebnis wird als Eintrittskarte gelten“, heißt es. Bouffier und Klose betonen in einer Mitteilung, dass bei der Auswahl darauf geachtet wurde, dass die grundsätzliche Zustimmung des zuständigen Gesundheitsamtes besteht und die Sieben-Tage-Inzidenz der Modellkommune stabil unter einem Wert von 200 liege. Außerdem müssten ausreichend Testkapazitäten vorhanden und die Übernahme der Kosten gewährleistet sein. In Baunatal lag die Inzidenz vorige Woche bei 71,4.

„Ich erwarte keinen Ansturm aus Kassel deswegen“, sagt Peter Hammerschmidt, Präsident der Wirtschaftsgemeinschaft Baunatal. Er sei dankbar für diese Möglichkeit und hofft, dass die Baunataler dieses Angebot annehmen werden. „Es müssen alle an einem Strang ziehen“, sagt er. Die Bürgermeisterin äußert sich ähnlich. „Die Sorge eines Ansturms teile ich nicht“, so Engler.

Kommunen sollen selbst auswerten

Grundsätzlich werden die Modellprojekte laut Landesregierung eigenverantwortlich in den Kommunen umgesetzt. „Sie laufen bis zum 1. Mai und werden von den Modellkommunen der Landesregierung ausgewertet. Als Anlaufstelle wird eine Arbeitsgruppe Modellkommunen eingerichtet.“ Bouffier und Klose machten deutlich, dass diese Modellversuche in erster Linie der Gewinnung von Erkenntnissen dienen, die zur Bewältigung der Corona-Pandemie beitragen.

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