Familiärer Umgang am Filmset

Baunataler doubelt Filmbösewicht in Kinofilm „Max und die wilde 7“ mit Uschi Glas

Vor dem Filmplakat: Jordy Herrmann aus Baunatal steht hier vor dem Hinweis auf den Kinofilm „Max und die wilde 7“
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Vor dem Filmplakat: Jordy Herrmann steht hier vor dem Hinweis auf den Kinofilm, in dem er selbst mitspielt.

Ein wenig stolz sei er schon, wenn dann der eigene Name nach Uschi Glas und den anderen Hauptdarstellern im Abspann auf der Kinoleinwand erscheint, sagt Jordy Herrmann. Der 19-jährige Großenritter ist nämlich im Kinofilm „Max und die wilde 7“ zu sehen.

Der Abenteuerfilm rangiert aktuell in den deutschen Kinocharts ziemlich weit oben. Neben der Schauspielerin Uschi Glas sind Günther Maria Halmer und Thomas Thieme dabei. Baunatal - Jordy Herrmann hat Alvar Götze gedoubelt, der in der turbulenten Geschichte um ein Altenheim in einer alten Burg den Filmdieb Raphael spielt und nur „Schwarzes Ass“ genannt wird.

Fünf Drehtage habe er auf der Burg Braunfels im Lahn-Dill-Kreis und auf dem Schloss Büdingen im Wetteraukreis verbracht, berichtet der 19-Jährige, der hauptberuflich im Daimler-Achswerk in Kassel arbeitet. Bei dem Filmteam sei es familiär zugegangen, sagt er. „Es gab keinen Unterschied zwischen Hauptdarstellern, Doubles und Komparsen.“ Der Baunataler wurde natürlich kürzlich auch zur Premierenfeier nach Frankfurt eingeladen. „Da hab ich mich mit allen mal in Ruhe unterhalten können.“

Nachdem er bei einem Imagefilm von Mercedes mitgewirkt hatte, habe er Spaß daran bekommen, vor der Kamera zu stehen, sagt der 19-Jährige. Schließlich habe er sich bei einer Frankfurter Schauspieler-Agentur vorgestellt. Die hätten ihn dann angerufen, weil sie für den Film „Max und die wilde 7“ ein Double für Alvar Götze suchten. „Bei mir hat das von der Größe und der Statur gepasst.“ Letztendlich, so berichtet Herrmann, habe er sogar länger vor der Kamera gestanden als Götze selbst. Denn der musste ja hauptsächlich in der Schlussszene zu sehen sein, als Raphael als Dieb entlarvt wurde.

Nach der Ausbildung bei Daimler als Fertigungsmechaniker wurde der Großenritter im Februar auf eine feste Stelle übernommen. Trotz der Schauspielerei will sich Jordy Herrmann in erster Linie auf den Job für den Stuttgarter Autokonzern konzentrieren. „Ich habe bei Daimler noch ganz viel vor“, sagt er. Im kommenden Jahr wolle er mit seiner Ausbildung zum Meister beginnen. Parallel dazu werde er in der Freizeit jede Gelegenheit für ein Engagement als Schauspieler ausloten.

So sieht er im Film aus: Jordy Herrmann als „Schwarzes Ass“.

Weitere Erfahrungen habe er bei der Kasseler Amateurbühne „Theater auf Tour“ gesammelt, erzählt der 19-Jährige. Und auch bei der TV-Serie „Check Check“, die am Kassel Airport gedreht wird, habe er mitgewirkt. Jungen Leuten rät der ehemalige Schüler der Offenen Schule Waldau auf jeden Fall zur Schauspielerei. Früher sei er nämlich sehr schüchtern gewesen, sagt er. „Mir hat das geholfen, über meinen eigenen Schatten zu springen.“

Jordy Herrmann ist zudem auch ein familiärer Mensch. So hat es ihm besonders gut gefallen, dass er jetzt im Baunataler Kino Cineplex mit seiner Familie und vielen Freunden in „Max und die wilde 7“ war. „Das war schon sehr lustig.“ (Sven Kühling)

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