Fast alle Plätze sind belegt

Baunataler Kita „Muküfchen“ hat neues Gebäude nahe des Awo-Seniorenheims bezogen

Das Kita-Gebäude ist fertig, lediglich der Außenbereich fehlt noch.
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Das Kita-Gebäude ist fertig, lediglich der Außenbereich fehlt noch.

Noch sieht das Gelände rund um die neue Awo-Kita „Muküfchen“ in Baunatal-Altenbauna durch Absperrungen und schlammigen Boden eher nach Baustelle aus. Das wird sich aber bald ändern.

Baunatal – Der Ausbau des Außenbereichs folgt, wie Einrichtungsleiterin Tanja Ravior berichtet. Die Kinderkrippe hinter dem Awo-Altenzentrum wurde Anfang des Jahres bezogen, zuvor war sie in Containern an der Kita Leiselfeld untergebracht.

In der Einrichtung werden Kinder zwischen zehn Monaten und drei Jahren betreut. Drei Gruppen gibt es, in jeder können zwölf Kinder aufgenommen werden. 35 der 36 Plätze sind laut Ravior bereits belegt, die Betreuungszeit liegt zwischen 7 und 16.30 Uhr. Zwölf Mitarbeiterinnen hat die Einrichtung: neun pädagogische Fachkräfte, zwei Erziehungshelferinnen und eine duale Studentin.

Neben den drei Gruppenräumen gibt es einen großen Flur, in dem die Kinder gruppenübergreifend miteinander spielen können – außer in der jetzigen Coronasituation, wie die Leiterin sagt, da blieben die Gruppen unter sich. Lediglich im Frühdienst, zur Schlafenszeit und während der Bring- und Abholzeiten werde derzeit gruppenübergreifend gearbeitet. Wann welche Gruppe den Bewegungsraum nutzt, der sich an den Flur anschließt, sei aktuell fest geregelt.

„Jedes Kind hat sein eigenes Bett“, erklärt Ravior – die Eltern bringen Bettwäsche in die Kita und alles, was die Kinder zum Einschlafen brauchen. Dank der niedrigen Fenster in den Gruppenräumen haben die Kleinen laut Ravior die Möglichkeit, das Geschehen draußen zu beobachten. Außerdem wird es eine Terrasse geben, die von allen drei Gruppenräumen aus begehbar ist.

Seit dieser Woche ist die Kita wieder normal belegt, es wird aber weiterhin unter Coronaregeln und mit Hygienekonzept gearbeitet. Während des Lockdowns haben durchschnittlich 70 Prozent der Kinder die Einrichtung besucht, die laut Awo für 2,5 Millionen Euro neu gebaut wurde – der noch folgende Außenausbau inklusive. Die Nutzfläche der Krippe ist rund 610 Quadratmeter groß.

Der Baustart war im September 2019. Die ursprünglich geplante Bauzeit von einem knappen Jahr konnte nicht eingehalten werden: Es gab Probleme mit der Tragfähigkeit des Bodens. Das hat zu einer etwa dreimonatigen Verzögerung geführt.

Nicht nur die räumliche Nähe zur Senioreneinrichtung ist laut Awo außergewöhnlich, sondern auch das Konzept der Krippe: Durch den Kneipp-Schwerpunkt werden die Kinder an eine naturverbundene und gesunde Lebensweise herangeführt. Es wird laut Ravior Wassertreten geben, außerdem soll ein Kräutergarten angelegt werden.

In der Küche, in der es für die Kleinsten spezielle Arbeitsflächen gibt, werden das Frühstück und die Snacks gemeinsam zubereitet, lediglich das Mittagessen wird angeliefert. „Die Kita ist sehr naturnah gelegen“, sagt Ravior, das sei schön für die Kinder. Derzeit durchläuft die Einrichtung eine Zertifizierung zum Kneipp-Kindergarten.

Daher kommt der Name „Muküfchen“

„Muküfchen“, manchmal auch „Muhküfchen“ geschrieben, ist ein nordhessischer Begriff für Marienkäfer. Er wurde laut Awo deshalb gewählt, um die Verbundenheit mit der Region zu symbolisieren, aber auch als Zeichen für die Nähe zur Natur. Außerdem gilt Baunatal dank dem VW-Werk auch als „Käferstadt“ – das Automodell ist in der Stadt immer wieder zu sehen. Auch die Verbindung dazu soll mit dem Namen ausgedrückt werden. (Lara Thiele)

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