500 Bedürftige werden versorgt

Kühlung für Joghurt-Transport - Baunataler-Schauenburger Tafel hat ein neues Spezialfahrzeug

Unentbehrliches Transportmittel: Wolfgang Rodermund (Mitte) und sein Stellvertreter Manfred Falkenhain führten Laura Wickert von der Lidl-Regionalgesellschaft in Edermünde das neue, spendenfinanzierte Kühlfahrzeug an der Tafel in Baunatal vor.
+
Unentbehrliches Transportmittel: Wolfgang Rodermund (Mitte) und sein Stellvertreter Manfred Falkenhain führten Laura Wickert von der Lidl-Regionalgesellschaft in Edermünde das neue, spendenfinanzierte Kühlfahrzeug an der Tafel in Baunatal vor.

Unter den Lebensmitteln, die die Baunataler-Schauenburger Tafel gespendet bekommt, sind immer mehr Waren, die gekühlt werden müssen. Deshalb gibt es jetzt ein neues Kühlfahrzeug.

Baunatal – Damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird, können Joghurt und Quark aber nicht einfach mit einem normalen Lkw abgeholt werden, sagt Wolfgang Rodermund, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins, der 500 Bedürftige mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs versorgt. Deshalb hat Rodermund in den vergangenen sieben Jahren immer wieder Spendengelder zurückgelegt, um ein neues Kühlfahrzeug anzuschaffen. Vor Kurzem war es soweit: Die Tafel hat für 57 000 Euro einen neuen VW-Transporter angeschafft, der nachträglich zum Kühlwagen umgebaut wurde.

Den letzten Anschub zu dem Kauf hatte der Discounter Lidl gegeben. Rodermund hatte sich mit der Tafel um eine Spende von Lidl beworben. Dessen Filialen sammeln Geld von Kunden, die ihre Pfandbons am Getränkeautomat per Knopfdruck für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stellen. Aus diesem Benefiztopf hat die Baunataler-Schauenburger Tafel 10 000 Euro erhalten. Insgesamt seien durch diese schon länger dauernde Aktion rund 1,7 Millionen Euro an die Tafeln in Hessen gegangen, heißt es bei Lidl.

Das neue Kühlfahrzeug ersetzt einen betagten Kühltransporter gleicher Größe, den die Tafel vor acht Jahren gebraucht erworben hatte. „Wir haben das Kühlfahrzeug beim Autohaus Ostmann gekauft und dort den alten Wagen in Zahlung gegeben“, berichtet Rodermund. Der Transporter hat eine zusätzliche Isolierung der Karosserie und ein Kühlaggregat erhalten. Der Wagen ist mit Einparkhilfe und Automatikgetriebe ausgerüstet.

Dieser Komfort sei schon wichtig, weil das Fahrerteam vorwiegend aus Ehrenamtlichen im betagten Alter bestehe, sagt Manfred Falkenhain, zweiter Vorsitzender der Tafel. Ursprünglich habe man vorgehabt, einen Elektro-Transporter anzuschaffen, berichtet er. Der Stromverbrauch des Kühlaggregats sei aber so hoch, dass dann möglicherweise die Reichweite des Fahrzeugs nicht mehr ausreichend gewesen wäre.

Rodermund hofft, dass für die Ehrenamtlichen der Tafel schon in den nächsten Wochen durch die Covid-Impfungen Normalität einkehrt und die strengen Corona-Regeln gelockert werden können. „Unser Vorteil ist, dass die meisten schon älter sind“, sagt er. Viele Mitarbeiter seien bereits geimpft. Wegen Corona dürften momentan nur zwei Personen des immer gleichen Fahrerteams –statt früher drei – die Ware von den Supermärkten abholen. Das sei wegen des Be- und Entladens körperlich belastend. (Peter Dilling)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.