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Baunataler Sportkomplex wird zum Fitnessstudio

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Von: Daniel Göbel

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Die Umbauarbeiten des Sportkomplexes an der Stettiner Straße in Baunatal laufen auf Hochtouren. Ab Herbst wollen Jonny und Janina Maousidis dort ein neues Fitnessstudio betreiben.
Die Umbauarbeiten des Sportkomplexes an der Stettiner Straße in Baunatal laufen auf Hochtouren. Ab Herbst wollen Jonny und Janina Maousidis dort ein neues Fitnessstudio betreiben. © DANIEL GÖBEL

Nachdem im Sommer vergangenen Jahres bekannt geworden war, dass der ehemalige Sportkomplex in Baunatal an einen neuen Besitzer verkauft wurde, war lange Zeit unklar, was künftig mit der Halle passiert. Nun ist klar: In die Halle zieht ein Fitnessstudio ein.

Baunatal – Nachdem im Sommer vergangenen Jahres bekannt geworden war, dass der ehemalige Sportkomplex in Baunatal an einen neuen Besitzer verkauft wurde, war lange Zeit unklar, was künftig mit der Halle passiert. Den Hauptnutzern – die Baunataler Pinguine, die dort Inlinehockey spielten – wurde mitgeteilt, dass ein Spielbetrieb künftig nicht mehr möglich sei. Nun ist klar: In die Halle zieht ein Fitnessstudio ein, das ab kommenden Herbst auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern allerlei sportliche Aktivitäten anbietet.

Der neue Eigentümer ist die NEO Fitness GmbH mit Sitz im fränkischen Dettelbach. Sie betreibt bereits ein kleineres Fitnessstudio im bayerischen Stadtlauringen. Die Studios sind allerdings nicht miteinander verbunden, sondern eigenständig.

Nun soll in Baunatal ein neues Studio entstehen, wofür bereits kräftig um Mitgliedschaften geworben wird. Die Betreiber sind Jonny Maousidis und dessen Ehefrau Janina Maousidis. Beide arbeiteten zuvor für die Studiokette Eurofit. „Wir wollten aber unser eigenes Studio eröffnen, haben unsere Jobs gekündigt und uns auf die Suche nach einer passenden Halle gemacht“, erläutert Jonny Maousidis. Über seinen Hausarzt, Michael Frölich aus Baunatal, habe er von dem brachliegenden ehemaligen Sportkomplex erfahren. Frölich hatte den Sportkomplex zuvor gemeinsam mit Stefan Schneider, Alexander Hirsekorn und Norbert Fischer betrieben.

Insgesamt drei Millionen Euro inklusive Kauf der Immobilie, werde in das neue Fitnessstudio investiert, erklärten die neuen Betreiber. „Wir wollten etwas schaffen, was es in dieser Größe und Form rund um Baunatal noch nicht gibt“, erklärt Jonny Maousidis das Konzept des Studios. Besonders eine Kinderbetreuung gebe es bislang kaum in Fitnessstudios, was die neuen Betreiber ändern wollen. Zudem legten sie großen Wert darauf, dass das Studio energiesparend betrieben werde.

So ist das Dach der Halle komplett mit Fotovolotaikanlagen ausgestattet. Geplant sei zudem eine Regenwasserzuführung. Die Geräte würden – mit Ausnahme der Laufbänder – ohne Strom betrieben.

Bereits jetzt können Interessierte und künftige Nutzer vergünstigte Mitgliedschaften abschließen, statt 59,90 Euro pro Monat für 39,90 Euro. Für Fragen und Anmeldungen steht das Team des Fitnessstudios jeden Samstag von 10 bis 15 Uhr in der Halle an der Stettiner Straße zur Verfügung. Wo momentan noch Umbauarbeiten in vollem Gange sind, soll dann ab Herbst ein großes Angebot täglich von 6 bis 24 Uhr stattfinden. Der genaue Eröffnungstermin soll noch bekannt gegeben werden. „Unser Plan ist, dass wir Mitte Oktober öffnen, spätestens aber Anfang November“, so Jonny Maousidis.

Das Angebot des neuen Fitnessstudios umfasst dabei folgende Sportmöglichkeiten: Fitnesskurse (Les Mills, Jumping, Yoga, Pilates, Faszientraining, Rückenkurse), Cardio, Kursraum, Freihantelbereich, Functional Fitness, Outdoor Fitness, Power Plate (Vibrationsplatte), Milon Zirkel, Sauna, Solarium, Kids Club, separater Frauen-Bereich, Getränke-Flat, kostenlose Parkplätze, Duschen und W-lan. Der Tennisplatz könne gegen eine Gebühr gebucht werden.

Hintergrund: Sportkomplex war finanziell nicht mehr tragbar

Vor gut zehn Jahren wurde das ehemalige Leistungszentrum mit Unterstützung der Stadt Baunatal zum Sportkomplex umgebaut. Neben den Baunataler Pinguinen waren auch die Kaufunger Sharks und die Fulle Phoenix aus Fuldabrück von dem Aus im vergangenen August betroffen. Den Vereinen wurde das damals vier Wochen vor Torschluss in einer E-Mail mitgeteilt, die auch der HNA vorliegt. Darin sprach die ehemalige Eigentümerschaft von finanziellen Schwierigkeiten, da der Betrieb – vor allem im Rollsport – seit Jahren rückläufig gewesen sei.

Besonders das Inlinehockey-Feld, das die größte Fläche im Sportkomplex darstellte, sei wirtschaftlich nicht mehr betreibbar gewesen. Die Coronakrise habe letztlich dazu beigetragen, dass eine längerfristige Weiterführung des Geschäftsbetriebs nicht mehr darstellbar gewesen sei. „Es existieren keinerlei Reserven, um Infrastruktur, sanitäre Anlagen sowie Sicherheitsauflagen auf dem neuesten Stand halten zu können“, heißt es in der Mail. Darum hätte man sich entschlossen, den Betrieb abzugeben, so die ehemalige Eigentümerschaft, bestehend aus dem Baunataler Mediziner Michael Frölich, Stefan Schneider, Alexander Hirsekorn und Norbert Fischer.

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