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Baunataler Stadtfest zog wieder Besucher an

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Von: Lutz Herzog

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Familienbetrieb bleibt erhalten: Die nächste Generation von Ivon Wittig steht schon in den Startlöchern und wird auch in Zukunft Süßigkeiten und Mandeln verkaufen, so wie beim Baunataler Stadtfest am Samstagnachmittag.
Familienbetrieb bleibt erhalten: Die nächste Generation von Ivon Wittig steht schon in den Startlöchern und wird auch in Zukunft Süßigkeiten und Mandeln verkaufen, so wie beim Baunataler Stadtfest am Samstagnachmittag. © Lutz Herzog

Besser kann es für das Baunataler Stadtfest nach zweijähriger Pause nicht laufen: Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und jede Menge gut gelaunter Besucher, die am Samstagnachmittag rund um das Rathaus feiern.

Baunatal – Auf der Festmeile beim Baunataler Stadtfest findet man alles, was zu einem guten Rummel gehört. Bei der Fahrt im „Crazy Dancer“ sollte man schwindelfrei sein, ein Kinderkarussell mit Pferdchen und Feuerwehrauto für die Kleinsten steht eingepfercht zwischen Tattoos zum Aufkleben, Essens- und Getränkestände wechseln sich ab mit Büchsenwerfen.

An der Festmeile liegen auch Wohnhäuser. Direkt an der Straße wohnt Erich Eckel (84) im Erdgeschoss. Er sitzt auf dem Balkon und schaut dem bunten Treiben zu. „Der Lärm am Abend ist schon ziemlich laut“, sagt er. Trotzdem: Einmal im Jahr nehme er das in Kauf.

18 Kilometer geradelt sind Wolfgang und Elke Hürter aus Bergshausen zum Baunataler Stadtfest – bisher. Zurück geht es nach dem Eisessen durch die Aue.
18 Kilometer geradelt sind Wolfgang und Elke Hürter aus Bergshausen zum Baunataler Stadtfest – bisher. Zurück geht es nach dem Eisessen durch die Aue. © Herzog, Lutz

Wer gerne Süßigkeiten mag, findet am 15 Meter langen Stand von Ivon Wittig aus Kassel bestimmt etwas. Seit 1945 ist die Familie mit ihren Ständen auf verschiedensten Festen unterwegs. „Die Schlümpfe laufen am besten“, sagt Wittig. Die blau-weißen Figuren schmecken noch süßer als sie ohnehin schon aussehen. „Auch gebrannte Mandeln sind immer noch der Renner.“ Wittig freut sich, dass der Betrieb weiter in Familienhand bleibt. Ihr Sohn wird die Firma übernehmen.

Die Thüringer Bratwurst, die Kerstin Radke aus ZellaMehlis (Thüringen) anbietet, scheint zu schmecken. An ihrem kleinen Stand bildet sich eine Warteschlange. „Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit den Geschäften“, erzählt sie, während die Bratwurst die gewünschte Senfverzierung erhält. „Wir halten Baunatal die Treue, und kommen zum Weihnachtsmarkt gerne wieder – wenn es Corona erlaubt.“

Eine sportliche Möglichkeit nach Baunatal zu kommen, haben Elke (77) und Wolfgang Hürter (83) aus Bergshausen gewählt – sie sind mit dem E-Bike angereist. „Wir machen hier nur einen Stopp“, sagt der ehemalige Berufssoldat. Die 18 Kilometer, die sie schon geradelt sind, merkt man ihnen nicht an. „Wir gehen jetzt ein schönes Eis essen, und der Rückweg führt uns durch die Aue. Wir wollen noch ein bisschen documenta mitnehmen“, sagt Elke Hürter.

Auf dem Rathausplatz wird es voller, die Bühne wird für einen Auftritt nach dem anderen in Windeseile umgebaut. Noch ist die Lautstärke erträglich. Das wird sich am Abend ändern, wenn die Musikbands auftreten. Erich Eckel wird dann seine Balkontüre schließen.

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