Fast zehn Jahre im Amt

Abschied mit Wehmut - Baunatals Bauamtsleiter Uwe Schenk geht in den Ruhestand

Uwe Schenk verlässt das Baunataler Rathaus und geht zum 1. November in den Ruhestand. Eines seiner ersten Projekte, das ihn als Bauamtsleiter viel beschäftigt hat, war die Umgestaltung der Stadtbücherei, die seitdem größer und heller ist.
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Uwe Schenk verlässt das Baunataler Rathaus und geht zum 1. November in den Ruhestand. Eines seiner ersten Projekte, das ihn als Bauamtsleiter viel beschäftigt hat, war die Umgestaltung der Stadtbücherei, die seitdem größer und heller ist.

Der Baunataler Bauamtsleiter Uwe Schenk verabschiedet sich zum 1. November in den Ruhestand – fast zehn Jahre hatte er dieses Amt inne.

Baunatal - „Der Abschied ist mit viel Wehmut verbunden“, sagt der 65-Jährige. Die Kollegen und die Projekte hätten ihm stets am Herzen gelegen. Wenn Schenk an seine Anfangszeit als Leiter des Fachbereichs Bau und Umwelt zurückdenkt, erinnert er sich vor allem an die herzliche Aufnahme durch die Mitarbeiter und an viele Aufgaben. Die Stadt sei damals – 2011 – finanziell in einer komfortablen Lage gewesen, weshalb viele Projekte angestoßen worden seien – vor allem auch dank des damaligen Bürgermeisters Manfred Schaub, wie Schenk sagt.

Sein erstes großes Projekt sei der Neubau der Bücherei gewesen. Für den gebürtigen Wollröder war es spannend zu sehen, wie sich aus einer kleinen Einrichtung eine große mit einem breiten Medienangebot mit viel pädagogischer Arbeit entwickelt hat, das von vielen Menschen genutzt wird, wie er erzählt. Schenk möchte in seinem Ruhestand selbst als Lesepate in der Bücherei engagieren – durch seine fünf Enkelkinder habe er die Erfahrung gemacht, wie schön das Vorlesen sein kann.

Ein wichtiges Projekt in seiner Amtszeit sei die Veränderung des Baunsbergs gewesen – das habe er mit auf den Weg gebracht. In Baunatal herrsche nach wie vor eine hohe Wohnungsnachfrage – das Ziel sei, den Baunsberg attraktiver zu gestalten, beispielsweise durch das Stadtteilzentrum für Kinder und Jugendliche. „Der städtebauliche Ansatz war mir immer sehr wichtig“, sagt Schenk, der das Projekt „Soziale Stadt Baunsberg“ leitete.

Der Diplombauingenieur hofft, dass Baunatal weiterhin „eine junge Stadt im Grünen“ bleibt. Für die Zukunft der Stadt sei der Klimaschutz ein zentraler Aspekt. Die Stadt verwalte etwa 100 Gebäude, 130 Kilometer Straßen und 65 Kilometer Radwege. Die Gleichberechtigung der Verkehrsteilnehmer werde immer wichtiger, was sich an Projekten wie dem Schnellradweg nach Kassel und der Erneuerung der Rad- und Gehwegbrücke über die Landesstraße nahe der Ulmenstraße zeige.

„Jedes Projekt hatte seine eigene Note“, sagt Schenk – manche Themen hätten ihn auch am Wochenende noch beschäftigt. Den Job habe er „mit großer Leidenschaft“ gemacht und sei zufrieden mit dem, was er erreichen konnte. Vor allem in der Innenstadt und was die Barrierefreiheit angeht, habe sich viel verändert.

Schenk vermutet, dass das Thema Sportstätten in Zukunft wichtig wird. Die Stadt sei sehr gut ausgestattet – es ergebe sich die Frage, wie sich das Angebot auf einem guten Stand halten lässt. Vor allem die Max-Riegel-Halle stehe derzeit im Fokus, Weiteres ergebe sich durch den Sportentwicklungsplan. Auch die Bauunterhaltung von städtischen Einrichtungen wie Feuerwehrhäusern und Kitas sei ein wichtiger Punkt, der öffentlich oft gar nicht viel Beachtung finde.

„Ich gehe mit einem recht guten Gefühl in den Ruhestand“, sagt der 65-Jährige – mehr als 49 Jahre sei er berufstätig gewesen. Nun möchte er seine Fremdsprachenkenntnisse weiter ausbauen, Zeit mit den Enkeln verbringen, wandern, Rad fahren und seiner Leidenschaft zum Segeln nachgehen – auf dem Edersee, aber auch auf der Ostsee und im Mittelmeer, sobald die Coronakrise das wieder zulasse. (Lara Thiele)

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