Anlage stand fünf Wochen in Höhe Kirchbauna

Hochleistungsblitzer auf A49 bei Baunatal: Über 1000 Fahrer pro Woche zu schnell

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Blitzte an der A 49 bei Baunatal über 5000 Mal in fünf Wochen: Ein mobiler Hochleistungsblitzer, „Enforcement Trailer“ genannt. 

Fünf Wochen stand der Hochleistungsblitzer an der A49 bei Baunatal. Das Ergebnis: Über 1000 Fahrer sind pro Woche zu schnell unterwegs.

Seit auch in Nordhessen ein mobiler Hochleistungsblitzer, ein sogenannter „Enforcement Trailer“, aufgestellt ist, sind die Zahlen der Bußgeldverfahren deutlich angestiegen. Nun gibt es von der Polizei neue Zahlen bezüglich der Geschwindigkeitsmessungen durch den Superblitzer an der A49 bei Baunatal, die Silke Engler, Bürgermeisterin der VW-Stadt, in der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten bekannt gab.

Auf dem Autobahnabschnitt, an den unmittelbar die Stadtteile Hertingshausen, Kirchbauna und Rengershausen angrenzen, gilt Tempo 100. Im März und April wurde der Geschwindigkeitsmess-Anhänger für insgesamt fünf Wochen zwischen den Anschlussstellen Baunatal-Süd und Baunatal-Mitte in Fahrtrichtung Kassel in Höhe Kirchbauna aufgestellt. Das Ergebnis waren 5558 Geschwindigkeitsüberschreitungen – also durchschnittlich mehr als 1000 pro Woche. 

Darüber hinaus veröffentlichte die Direktion Verkehrssicherheit und Sonderdienste weitere Zahlen der letzten fünf Einsatztage des „Enforcement Trailers“ bei Baunatal. Demnach seien in diesem Zeitfenster für geringfügige Verstöße 490 Verwarnungsgeldangebote ausgesprochen worden. Ein Verwarngeld hat eine Höhe zwischen fünf und 55 Euro. Ebenfalls in den letzten fünf Einsatztagen wurden 160 Bußgelder ausgesprochen. Ein Bußgeld kommt bei Ordnungswidrigkeiten zur Anwendung und wird so genannt, wenn die Summe mindestens 60 Euro ist – also kein Verwarngeld mehr darstellt. Wird jedoch ein Verfahren eröffnet, zum Beispiel aufgrund eines Einspruchs, werden auch Summen unter 60 Euro als Bußgeld bezeichnet. 

Schließlich gab es auch noch zehn Fälle, in denen so gravierende Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt wurden, dass ein Fahrverbot veranlasst wurde – wohlgemerkt ebenfalls in den letzten fünf Einsatztagen. In diesen Fällen waren die jeweiligen Fahrer mindestens 41 km/h zu schnell.

Der Verkehrsmessanhänger steht den gesamten Fachdienststellen Verkehr im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Nordhessen – also Stadt und Landkreis Kassel, Schwalm-Eder-Kreis, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner-Kreis – turnusgemäß zur Verfügung. Dementsprechend, sagte Silke Engler, werde der Trailer neben anderen Messstellen auch wieder an der A49 zum Einsatz kommen.

Lesen Sie dazu: Sie blitzen wie am Fließband: Hightech-Blitzer gibt es nun in ganz Hessen

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