Zweiter Brand im Umfeld des Bahnhofs

Treibt ein Feuerteufel sein Unwesen in Guntershausen?

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Brannte am 2. August völlig aus: Das historische Werkstattgebäude, das ebenfalls am Bahnhof Guntershausen liegt. Die beiden Brandorte sind etwa 50 Meter voneinander entfernt.

Baunatal. Erneut hat ein leer stehendes Gebäude am Bahnhof Guntershausen gebrannt. Bereits vor drei Wochen hatte es in unmittelbarer Nähe gebrannt. 

Am Mittwoch gegen 11 Uhr war das Feuer im Bereich des Wohnhauses an der früheren chemischen Fabrik an der Holzhäuser Straße ausgebrochen. Der Brand war laut Mitteilung der Baunataler Feuerwehr nach etwa einer Stunde gelöscht. Die Polizei gibt den Schaden mit rund 5000 Euro an. Bei dem Einsatz sei außerdem ein 47-jähriger Feuerwehrmann durch das Einatmen von Rauch leicht verletzt worden, berichtet Polizeisprecher Matthias Mänz.

Vor drei Wochen hatte es auf der anderen Seite der Bahnlinie – etwa 50 Meter entfernt – aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer in einem ehemaligen Werkstattgebäude der Bahn gegeben. Das Haus, in dem sich zwischenzeitlich auch mal Wohnungen befunden hatten, wurde dabei vollkommen zerstört.

Drehleiter im Einsatz: Am Mittwoch brannte es im Wohnhaus an der früheren chemischen Fabrik in Guntershausen.  

Ist es Zufall, dass in den beiden Gebäuden in so kurzem Zeitabstand ein Feuer ausbricht? Oder steckt möglicherweise Brandstiftung – also eine Mini-Brandserie – dahinter? „Ein Zusammenhang der beiden Brände ist nicht auszuschließen“, sagt Mänz. In beiden Fällen sei vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung als Ursache möglich. „Wir ermitteln in alle Richtungen.“

Die Stadt Baunatal gibt sich zurückhaltend. „Wir würden das noch nicht als kleine Brandserie bezeichnen“, sagt Stadtsprecherin Susanne Bräutigam lediglich.

Das Feuer am Mittwoch war nach Angaben der Feuerwehr im Erdgeschoss des Wohnhauses ausgebrochen. Der Rauch breitete sich bis ins Obergeschoss aus. Zum Einsatz kamen Brandschützer aus allen Baunataler Stadtteilen sowie Helfer des Rettungsdienstes und der Polizei.

Löschangriff: Erneut rückten alle Stadtteilwehren nach Guntershausen aus.

Die frühere chemische Fabrik der Bahn war jüngst von einem Niestetaler Immobilienmakler ersteigert worden. Der Investor will nach Angaben des Rathauses Wohnungen und Geschäftsräume im Bestand der Fabrik entwickeln. „Die vorhandene Bebauung soll nach Möglichkeit weitestgehend genutzt und saniert werden“, berichtete Erste Stadträtin Silke Engler (SPD) kürzlich im Baunataler Stadtparlament. Ein Zeitpunkt für die nächsten Planungsschritte sei der Verwaltung noch nicht bekannt.

Bei dem Feuer am 2. August in dem historischen Werkstattgebäude auf der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofsgeländes war der Schaden größer. Das Gebäude brannte komplett aus. Damit war ein Stück Ortsgeschichte verloren gegangen. Erste Anhaltspunkte für den Bau des Gebäudes stammen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Hinweise an die Polizei zu beiden Fällen: 05 61/91 00.

Leerstehendes Haus in Baunatal-Guntershausen ist abgebrannt

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