Wahl innerhalb von vier Monaten

Bürgermeisterwahl in Baunatal nötig: SPD nennt Kandidatin für Schaub-Nachfolge

Baunatal. Der plötzliche Tod von Baunatals Bürgermeister Manfred Schaub hat die Stadt schockiert. Doch innerhalb von vier Monaten müssen die Bürger einen neuen Bürgermeister wählen.

So schreibt es die Hessische Gemeindeordnung (HGO) vor. Bereits positioniert hat sich die SPD in Baunatal. Erste Stadträtin Silke Engler soll als Kandidatin für die Sozialdemokraten ins Rennen gehen. Das bestätigt SPD-Stadtverbandsvorsitzende Manuela Strube auf Anfrage der HNA. In einer Sitzung des Stadtverbandes am Montagabend habe man sich einstimmig für Engler als Kandidatin ausgesprochen, so Strube. Auch die SPD-Fraktion habe mit gleichem Ergebnis diesen Wahlvorschlag unterstützt.

Entscheidung fällt auf SPD-Parteitag

Eine endgültige Entscheidung soll bei einem SPD-Parteitag am Montag, 25. Juni, ab 18 Uhr in der Stadthalle gefällt werden. Da werde dann geheim abgestimmt, so Strube. Auch die Kandidatin, die derzeit die Geschäfte im Baunataler Rathaus leitet, äußert sich auf Anfrage: „Ich möchte die Nachfolge antreten“, sagt sie. Und Manuela Strube ergänzt: Engler habe bereits zwölf Jahre mit dem plötzlich verstorbenen Manfred Schaub Hand in Hand zusammengearbeitet und die Stadt vorangebracht. Da sei es die logische Konsequenz, sie als Kandidatin aufzustellen.

Wurde vom SPD-Stadtverband bereits als Kandidatin vorgeschlagen: Erste Stadträtin Silke Engler. Der Chefsessel im Baunataler Rathaus muss neu besetzt werden. Die Wahl muss innerhalb von vier Monaten über die Bühne gehen.

Engler bekleidet seit zwölf Jahren das Amt als Vizebürgermeisterin. Erst vor wenigen Wochen war die Rechtsanwältin aus Rostock vom Parlament in ihre dritte Amtszeit gewählt worden.

Die CDU in Baunatal hat sich hingegen noch nicht festgelegt. Man wolle erst mal abwarten, wie sich die anderen Parteien positionieren, erläutert CDU-Vorsitzender Andreas Mock. Möglicherweise schließe sich die CDU auch mit anderen Parteien in Baunatal zusammen, um einen gemeinsamen Kandidaten zu unterstützen. „Es wird eine Kandidatur in irgendeiner Form geben.“

Nach Paragraf 42 der HGO muss bei „unvorhergesehenem Freiwerden der Stelle“ spätestens nach vier Monaten ein neuer Bürgermeister gewählt werden. Besteht die Möglichkeit, die Bürgermeisterwahl mit einer anderen Wahl zu koppeln, dann könne der Termin bis zu drei Monate nach hinten verschoben werden, erläutert Stadtsprecherin Susanne Bräutigam. Als Kombi-Termin bietet sich die Landtagswahl am 28. Oktober an. Als Einzeltermin – rein nach dem Kalender – steht der 16. September zur Diskussion, damit wäre die Viermonatsfrist gewahrt.

Über den Wahltermin soll das Stadtparlament in seiner Sitzung am Montag, 11. Juni, ab 18 Uhr entscheiden.

Rubriklistenbild: © Ingrid Jünemann

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