Kandidatenporträt

Bürgermeisterwahl in Baunatal: SPD-Kandidatin Manuela Strube hat Familien im Blick

Will in Baunatal noch mehr für Familien tun: SPD-Bürgermeisterkandidatin Manuela Strube, hier auf dem Spielplatz am Leiselsee.
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Will in Baunatal noch mehr für Familien tun: SPD-Bürgermeisterkandidatin Manuela Strube, hier auf dem Spielplatz am Leiselsee.

Der Wahlkampfslogan von Manuela Strube „Genau richtig für Baunatal“ sagt viel über die SPD-Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 7. November aus.

Baunatal - Manuela Strube hält sich – verwurzelt in der Stadt an der Bauna und mit ihrer politischen Erfahrung als gewählte Landtagsabgeordnete und Mutter von zwei Kindern – eben für „genau richtig“ für die Aufgaben im Rathaus. Die frühere Mitarbeiterin im Jobcenter Kassel gilt in Wiesbaden dem Vernehmen nach mittlerweile als Expertin für alle Fragen rund um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Als Mutter erlebe ich die Praxis“, sagt die SPD-Abgeordnete.

Als Beispiel für eine Ergänzung des Pädagogischen Konzeptes von Baunatal nennt Strube eine Art Not-Kita-Betreuung bis in die Abendstunden – „für alle Kinder, die nicht rechtzeitig aus den Einrichtungen abgeholt werden können“. Die Kinder sollen eingesammelt und per Kleinbus in eine zentrale Einrichtung gebracht werden, wo sie dann von den Eltern abgeholt werden können. „Das ist mir ein großes Anliegen“, sagt sie. Zudem wolle sie Alleinerziehende nach der Wahl verstärkt in den Blick nehmen.

Und wie sieht es mit der eigenen Vereinbarkeit aus? Strube nennt auch hier ein Beispiel: Genau wie etwa die Ex-Familienministerin und frisch wiedergewählte Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), halte sie sich den Sonntag – trotz aller politischer Aufgaben – für die Familie frei. „Das werde ich als Bürgermeisterin so beibehalten“, betont die 41-Jährige.

Manuela Strube hat sich während ihrer politischen Karriere inzwischen auch auf anderen Gebieten getummelt. Die SPD-Kandidatin, die in Kirchbauna selbst nur einen Steinwurf entfernt von der Autobahn 49 lebt, befasst sich etwa intensiv mit der Lärmbelastung der Baunataler. „Mobilität mit Augenmaß und Lärmschutz“ lautet deshalb eines ihrer Themen.

Dabei ist Strube keineswegs in ihren Ansichten verhärtet. Sie wünsche sich einen Gleichklang von Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern. „Es wird keine autofreie Stadt Baunatal geben“, sagt sie ausdrücklich mit Blick auf den Hauptarbeitgeber VW. „Wir sind zu sehr Autostadt.“ Immer wieder kommt die Kirchbaunaerin auf das Thema „Kommunikation im Rathaus“ zu sprechen. Diese wolle sie verbessern. „Kurzfristige Rückantworten sind für mich selbstverständlich.“ Symbolhaft sagt sie: „Es würde sich nicht so viel hochschaukeln, wenn man die gläserne Wand frühzeitig durchbricht.“

Manuela Strube, die in der Freizeit gerne wandert, joggen und walken geht, kommt im HNA-Gespräch noch mal zurück zum Anfang und zu der Frage, warum sie „genau richtig“ für das Amt im Rathaus wäre: „Weil es mir eine Herzensangelegenheit ist.“ (Sven Kühling)

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