Sanierungsprojekt wird deutlich teurer

Dach der Sporthalle an der Erich-Kästner-Schule in Baunatal muss mit neuem Blech ausgestattet werden

Die in die Jahre gekommene Sporthalle an der Erich-Kästner-Schule in Baunatal aus den 1970er-Jahren wird derzeit komplett saniert.
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Die in die Jahre gekommene Sporthalle an der Erich-Kästner-Schule in Baunatal aus den 1970er-Jahren wird derzeit komplett saniert.

Das Dach der Sporthalle an der Erich-Kästner-Schule muss erneuert werden - was Zusatzkosten von 200.000 Euro zur Folge hat. Das Sanierungsprojekt wird also deutlich teurer als erwartet.

Baunatal – Die Sanierung der Sporthalle an der Erich-Kästner-Schule in Baunatal wird deutlich teurer als erwartet. Das bestätigte Landkreis-Sprecher Harald Kühlborn auf Nachfrage unserer Zeitung. Demnach schlagen Arbeiten am Dach mit zusätzlich knapp 200.000 Euro zu Buche.

Während der Sanierungsarbeiten habe man festgestellt, dass das Blech auf dem Dach nicht mehr tragfähig sei. Daher hätten mehrere Varianten zur Verfügung gestanden. „Wenn wir das Blech komplett abgenommen hätten, wäre dies mit weitreichenden Problemen verbunden gewesen“, erläutert Kühlborn. Die Folgen wären ein sofortiger Baustopp und nicht absehbare Verzögerungen der Sanierung gewesen. „Wir haben jetzt mit den Planern aber eine Lösung gefunden, die es uns ermöglicht, vollkommen im Zeitplan zu bleiben“, sagt Kühlborn.

Demnach soll ein neues Dachblech über das alte gelegt werden, sodass das Dach tragfähig bliebe. „Dadurch werden die Bauarbeiten zwar um knapp 200.000 Euro teurer. Doch es war von allen Varianten die günstigste“, so Kühlborn. Die Arbeiten könnten parallel zu den Sanierungen im Inneren der Halle stattfinden, sodass das Projekt wie geplant in der zweiten Dezemberwoche abgeschlossen sei.

Begonnen hatten die Arbeiten im März. Die Gesamtkosten für das Vorhaben liegen bei insgesamt 4,5 Millionen Euro, wovon 2,1 Millionen Euro aus dem Kommunalinvestitionsprogramm KIP II des Bundes stammen. 1,3 Millionen Euro trägt die Stadt Baunatal, da die Halle auch von städtischen Vereinen genutzt wird. Die übrigen Kosten von 1,1 Millionen Euro steuert der Landkreis aus seinem Haushalt bei.

Die Sporthalle soll im Grunde komplett neu aufgebaut werden. Der Eingangsbereich soll eine neue Optik bekommen. Um eine bessere Struktur zu schaffen, wurden Wände herausgenommen, um die Sporthalle an die heutigen Maßstäbe und Bedürfnisse anzupassen. So soll die Sporthalle nach der Sanierung barrierefrei und auch mit einem Behinderten-WC ausgestattet sein. Zudem werden Fenster und Türen erneuert. Hinzu kommen neue Deckenstrahlplatten für die Beheizung mit integrierter Belüftung. Vorgesehen sind darüber hinaus eine neue Tribüne sowie neue Sportgeräte. Glasfaser-Leitungen sorgen dafür, dass künftig problemlos auch Tablets im Sportunterricht genutzt werden könnten.

Energieeffizienter werden soll die Sporthalle durch eine Dämmung der Außenfassade, die neuen Fenster sowie eine Beleuchtung auf LED-Basis. Laut Kreissprecher Harald Kühlborn könnten auf diese Weise rund 7000 Euro an Energiekosten pro Jahr eingespart werden. Der hohe Sanierungsbedarf der aus den 1970er-Jahren stammenden Sporthalle sei bereits vor einigen Jahren während eines Prüfprogramms von Sporthallen des Landkreises aufgefallen. Geleitet wird das Sanierungsvorhaben vom Architekturbüro RSE mit Sitz in Kassel.(Von Daniel Göbel)

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