Innenbereich des Freizeitbads erst ab Anfang September wieder in Betrieb

Aqua-Park Baunatal: Dacherneuerung verzögert Öffnung

Wurde grundhaft erneuert: Das Dach des Freizeitbads im Baunataler Aqua-Park hat eine neue Oberfläche erhalten, weil nach einer früheren Sanierung Feuchtigkeit in das Gebäude eindrang.
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Wurde grundhaft erneuert: Das Dach des Freizeitbads im Baunataler Aqua-Park hat eine neue Oberfläche erhalten, weil nach einer früheren Sanierung Feuchtigkeit in das Gebäude eindrang.

Die Öffnung des Innenbereichs des Freizeitbads im Baunataler Aqua-Park verzögert sich weiter. Eigentlich sollte es Ende Juli so weit sein. Wegen Verzögerungen bei Restarbeiten im Zuge der umfassenden Erneuerung des Dachs, ist nun als neuer Termin Anfang September ins Auge gefasst, sagt Erster Stadtrat Daniel Jung gegenüber der HNA.

Baunatal – Grund für die Verzögerungen seien Engpässe bei Baumaterialien, die der zuständigen Dachdeckerfirma aktuell zu schaffen machten. Zudem seien im Zuge der Sanierung noch weitere Mängel durch eine frühere Sanierung sichtbar geworden, die den Zeitplan zusätzlich belasteten.

Die Stadt Baunatal klagt aktuell in einem laufenden Verfahren gegen die Schäden durch die frühere Sanierung. „Wir hoffen natürlich, dass wir dadurch einen großen Teil der Sanierungskosten geltend machen können“, sagt Jung. 1,1 Millionen Euro will die Stadt Baunatal von den Unternehmen wiederbekommen. 2008 war das Freizeitbad für fünf Millionen Euro umfassend saniert worden. Im Frühjahr 2017 war Mitarbeitern der Stadtwerke aufgefallen, dass Feuchtigkeit von oben in das Gebäude eindringt. Mit der Zeit traten immer weitere Mängel zutage.

Die aktuelle Sanierung des Dachs, für die die Stadt insgesamt 2,7 Millionen Euro veranschlagt, habe sich von Beginn an Komplex gestaltet, erläutert Jung. Daher war es auch nicht möglich, wie ur-sprünglich vorgesehen, das Dach im laufenden Betrieb zu erneuern. Die vielen verschiedenen Dachbereiche mit unterschiedlichen Höhen und Sprüngen des Sonderbaus erschweren die Sanierung. Hinzu kommen die Luftkissen, mit denen das Dach zum Teil überzogen ist. Hier gebe es Probleme im Anschlussbereich, die nun behoben werden müssten, erläutert Jung.

Zum Abschluss der Dacherneuerung ist dann noch die Fläche im Bereich des Bistros dran. Dadurch rechnet die Stadt aber nicht mit weiteren Verzögerungen, da dieser Bereich notfalls auch im laufenden Betrieb saniert werden könne. Die Dachsanierung ist wegen der verschiedenen Ebenen in insgesamt sieben Abschnitte eingeteilt, die nach und nach abgegangen worden sind. „Das hat dann leider dazu geführt, dass weitere Ausführungsmängel der vorherigen Sanierung nicht zu Beginn der Sanierung sichtbar waren, sondern sich erst später zeigten“, erklärt Stadtrat Jung.

Die Stadt hatte damals nach der Feststellung der Mängel im Dezember 2017 mit einer Notabdichtung reagiert. Nachdem im folgenden Jahr klar war, welcher Sanierungsaufwand auf die Stadt zukommt, wurde dann 2019 mit den Sanierungsarbeiten begonnen, die ursprünglich schon 2020 abgeschlossen sein sollten. Für die Kosten muss die Stadt allein aufkommen. „Da es sich ja um eine reine Instandsetzung handelt und nicht um beispielsweise energetische Sanierungen, ist es nicht möglich, dafür Fördergeld von Land und Bund zu bekommen“, sagt Jung.

Trotz der mehrfachen Verzögerungen sieht der Stadtrat die Dachsanierung nun auf bestem Wege. „Wir sind froh, dass es nach all den Problemen endlich vorangeht und alles reibungslos funktioniert. Das ist nicht selbstverständlich“, sagt Jung. Mit der zuständigen Firma sei man seitens der Stadt im ständigen Austausch, damit die Dachsanierung auf den letzten Metern nicht noch mit neuen bösen Überraschungen aufwarte.

Von Daniel Göbel

Deutlicher Unterschied: In der Mitte sieht man einen Teil des Dachs, der noch saniert werden muss.

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