Bund investierte acht Millionen Euro in Brückenbau

Dauerbaustelle auf A49 bei Baunatal-Nord ist endlich fertig

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Keine Behinderungen: Die Abfahrt zum VW-Werk an der Anschlussstelle Baunatal-Nord kann wieder problemlos genutzt werden.

Die beiden Brückenbaustellen auf der Autobahn 49 bei Baunatal haben für viel Unmut gesorgt. Jetzt ist die Dauerbaustelle Geschichte. 

Durch die veränderte Verkehrsführung gab es immer wieder brenzlige Situationen und einige Unfälle im Baustellenbereich. Jetzt sind die Arbeiten abgeschlossen und der Verkehr fließt wieder uneingeschränkt, teilt Hessen Mobil mit.

Während der Bauarbeiten gab es auch immer wieder Beschwerden wegen der enormen Lärmbelastung in Rengershausen. Doch Lärmmessungen im Bereich der Anschlussstelle Baunatal-Nord hatten nur an einzelnen Orten ein geringes Überschreiten der Grenzwerte ergeben.

Horst Sinemus

Fast drei Jahre hat die Verkehrsbehörde parallel auf zwei Brückenbaustellen der A49 über die Landesstraße in Richtung VW-Werk sowie über den Fasanenweg zum Rengershäuser Wohn- und Gewerbegebiet Buchenloh gearbeitet. Dort mussten seit dem Frühjahr 2016 gleich zwei marode Brücken abgerissen und neu gebaut werden. Während der Bauphase mussten die Fahrbahnen verengt und die Beschleunigungsstreifen deutlich verkürzt werden. Dadurch kam es immer wieder zu gefährlichen Situationen und Staus – insbesondere in den Stoßzeiten. „Der Neubau der Brücken war erforderlich, weil in beiden Bauwerken Spannstahl verbaut wurde, der – wie sich inzwischen herausgestellt hat – als spannungsrissgefährdet einzustufen ist“, sagt Horst Sinemus von Hessen Mobil. Beide Brücken wurden 1964/65 gebaut und waren über 50 Jahre alt.

Weil das Tragwerk der Brücken jederzeit spontan versagen konnte, mussten beide Bauwerke bereits im Jahr 2012 ausgebessert werden. Durch die statische Unterstützung konnte der Verkehr über die Brücken aufrecht erhalten werden.

Der Verkehr rollt: Auch die Brücke über den Fasanenweg zum Rengershäuser Wohn- und Gewerbegebiet Buchenloh ist fertig.

Der Abbruch und Neubau der beiden Brücken ab dem Frühjahr 2016 wurde in zwei Bauabschnitten realisiert. „Dazu wurden zunächst alle vier Fahrspuren über die Teil-Brücken in Fahrtrichtung Kassel geführt“, erklärt Sinemus. Dazu mussten beide Brücken zunächst durch eine weitere tragfähigkeitserhöhende Stahlkonstruktion unterstützt werden. Im zweiten Bauabschnitt seit dem Frühsommer 2017 wurde dann der Verkehr über die bereits erneuerten Teilbauwerke geleitet. Dadurch konnten die Teilbauwerke in Fahrtrichtung Kassel erneuert werden.

Um rund um die Baustellen die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer möglichst gering zu halten, wurde die Verkehrsführung an der Anschlussstelle Baunatal-Nord umgebaut und zeitweise eine Ampel im Einmündungsbereich aufgestellt. Außerdem wurden viele Arbeiten vorrangig an Wochenenden und nachts ausgeführt, weil die Autobahnauffahrten und -abfahrten dazu gesperrt werden mussten.

Der Neubau der beiden Brücken hat den Bund rund acht Millionen Euro gekostet.

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