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Deutscher Amateur-Radio-Club ermöglicht Kindern Einblicke

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Von: Peter Dilling

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Spannendes Hobby hautnah erleben: Yvie (8, vorn von links), Simon (10), Adriana (8) und Eric (7) informierten sich bei Florian Schmid (dahinter von links) und Matthias Jung vom DARC über die Möglichkeiten des Amateurfunks.
Spannendes Hobby hautnah erleben: Yvie (8, vorn von links), Simon (10), Adriana (8) und Eric (7) informierten sich bei Florian Schmid (dahinter von links) und Matthias Jung vom DARC über die Möglichkeiten des Amateurfunks. © Peter Dilling

In der Antarktis steht der Sommer vor der Tür. Eric und Adriana erfahren das am Maustag aus erster Hand, über Funk beim Deutschen Amateur-Radio-Club.

Baunatal – Funkamateur Mathias Jung sitzt vor einem riesigen geteilten Bildschirm im Turm der Bundeszentrale des Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC), sucht die richtige Funkfrequenz und stellt damit die Verbindung zu DPØGVN her.

Das ist das Funkamateurrufzeichen für die deutsche Forschungsstation „Neumayer III“ in der Antarktis. Die Stimme von Karsten – einem Mitglied des DARC, der auf der Station arbeitet – dringt aus dem Funkgerät. „Hast Du schon Pinguine fotografiert?“, fragt Adriana. Nein, heute noch nicht. Die Pinguine seien in acht Kilometern Entfernung dabei, ihre gerade geschlüpften Jungen aufzuziehen, antwortet der Polarforscher.

Spannend war es für Kinder, einmal in den Alltag der Funkamateure hineinzuschnuppern. In Baunatal hatten sie – wie in 27 Stationen in Deutschland – ihre Türen anlässlich des „Maustags“ geöffnet, auch für Erwachsene. Der Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ ist eine Aktion des WDR und der beliebten TV-Show „Sendung mit der Maus“ gewidmet.

Dafür hatten die Baunataler Funker eigens zwei Sonderrufzeichen eingerichtet: DL22MAUS und DLØELFANT. Das sorgte am Tag der Deutschen Einheit für viel Funkverkehr in der DARC-Zentrale. Funkamateure aus aller Welt suchen den Kontakt mit Baunatal. „Alle sind scharf auf solche Sonderrufzeichen“, erklärte Matthias Jung den Kindern. Es gebe einen Wettbewerb um das Sammeln von möglichst vielen sogenannten OSL-Karten, Bestätigungen über erfolgreiche verschiedene Funkkontakte.

Die Kinder konnten beim DARC, der mehr als 33 000 Mtiglieder zählt, nicht nur den Funkamateuren über die Schulter schauen. Sie durften sich auch mit der Technik der Geräte vertraut machen und sich im Zusammenlöten von Drähten versuchen.

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