Diese Teile kommen aus Baunatal

Im VW-Werk in Baunatal sollen bis 2025 über 5000 Menschen für E-Mobilität arbeiten

Teile aus der Gießerei für die Elektromodelle: Unterabteilungsleiter Markus Zündel (von links), Meister Uwe Oehl und Gießerei-Leiter Mirco Wöllenstein zeigen Zwischengehäuse.
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Teile aus der Gießerei für die Elektromodelle: Unterabteilungsleiter Markus Zündel (von links), Meister Uwe Oehl und Gießerei-Leiter Mirco Wöllenstein zeigen Zwischengehäuse.

Schaltgetriebe und Abgasanlagen werden durch die Wandlung von Volkswagen hin zum Anbieter von Elektroautos in Zukunft weniger gefragt sein. Das VW-Werk Kassel in Baunatal geht diesen Weg mit.

Kassel/Baunatal – Es  entwickelt sich stetig weiter zum Produktionsstandort für Elektroauto-Komponenten. Schon jetzt liege die Zahl der Beschäftigten, die an der Elektrifizierung arbeiten, bei 4380, sagt Werksprecher Heiko Hillwig auf Anfrage. „Mit Blick in Richtung 2025 steigt die Zahl auf 5300 an“, sagt er. Insgesamt arbeiten am zweitgrößten deutschen VW-Standort 16 600 Frauen und Männer.

Die Zahlen zur Ausrichtung der Produktion im Bereich E-Mobilität nannte Hillwig im Zusammenhang mit der Präsentation des ID.4 GTX in Berlin. Der GTX ist das erste Modell der rein elektrischen ID-Familie, das einen Vierradantrieb besitzt. Das Kasseler Werk in Baunatal liefert künftig auch für diese Variante zahlreiche Bauteile zu. Der Sprecher nennt unter anderem die Plattform des Fahrzeuges, den so genannten MEB (Modularer Elektrifizierungsbaukasten). Dazu zählt – wie schon beim ID.3 – auch der Elektromotor, der die interne Bezeichnung Base plus hat.

Aktuell arbeiten 100 Beschäftigte am MEB-Antrieb Base plus, so der Sprecher weiter. „Bereits Ende des Jahres sollen es 200 sein. Dazu kommen insgesamt 90 Mitarbeiter in den Bereichen Presswerk und Karosseriebau.“ Bis 2025 werde die Zahl der Mitarbeiter, die am ID.4 arbeiten, auf 650 erhöht.

Der inzwischen auch im Modell ID.3 bewährte Motor Base plus sitzt auf der Hinterachse des GTX. Auf die Vorderachse wird zusätzlich ein etwas kleinerer Elektroantrieb gepackt – der Base minus. Der Base minus könne gemeinsam mit dem E-Antrieb der Hinterachse dann als Allradantrieb arbeiten, so Hillwig. Zur Markteinführungsphase des GTX werde der Motor zunächst von einem externen Anbieter zugekauft. „Ab 2022 erfolgt die Fertigung des Base minus dann zusätzlich am Standort Kassel.“

Der VW-Sprecher blickt auch schon auf die nächste Generation der Elektromotoren: Auch die geplanten Investitionen in die nächste E-Antriebsgeneration mit hoher Leistungsdichte, den „MEB Performance“, sollen den Baunataler Standort weiter stärken, berichtet Hillwig. (Sven Kühling)

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