Wenn das E-Auto nicht lädt

EAM-Technikexperten aus Baunatal helfen bei Problemen an der Ladesäule

Wenn gar nichts mehr geht an den Ladesäulen, kommt er ins Spiel: EAM-Technikexperte Leonard Frank.
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Wenn gar nichts mehr geht an den Ladesäulen, kommt er ins Spiel: EAM-Technikexperte Leonard Frank.

Wenn es an einer Ladesäule für E-Autos Probleme gibt, helfen die Techniker der EAM. Wir haben sie in Baunatal begleitet.

Baunatal – Manchmal ist es einfach zum Haareraufen mit der Technik. Da ist man mit seinem E-Auto unterwegs, rollt mit dem letzten Saft an der Ladestation vor und stellt fest, dass die leider so gar nicht will wie man selbst. Dann heißt es: Ruhe bewahren und Hilfe holen. Für die ist jederzeit gesorgt, zumindest an den 126 Ladesäulen im Netzgebiet der EAM, die allesamt mit entsprechenden Notfallnummern ausgestattet sind und so einen direkten Draht zur zentralen Netzleitstelle des kommunalen Energieversorgers in Baunatal bieten.

In der Regel wissen die Mitarbeiter der Netzleitstelle bereits von einer Störung, bevor es ein Nutzer gemeldet hat, denn das moderne Leitsystem alarmiert unmittelbar nach Auftreten eventueller Unregelmäßigkeiten. „Meistens handelt es sich um Kommunikationsprobleme zwischen Säule und Auto oder um Probleme mit der Ladekarte des Kunden“, sagt Nicolas Spengler und gibt direkt Entwarnung: „Das ist schnell behoben.“

Gerade mit den Karten komme es häufig zu Problemen, so der Experte für das Thema E-Mobilität bei der EAM, meist handele es sich um nicht akzeptierte oder noch nicht freigeschaltete Karten, auch kurzfristige Verbindungsabbrüche seien möglich, alles Fälle, die schnell und einfach zu beheben seien. „Bei Bedarf kann die Ladesäule über die Netzleitstelle neu gestartet werden, auch eine Fernentriegelung ist möglich, sofern sich ein Ladestecker einmal nicht lösen lässt.“

Sollte es doch einmal zu einem größeren Problem kommen, das nicht aus der Ferne zu lösen ist, dann kommt beispielsweise Leonard Frank ins Spiel, der zuständig ist für Ladeinfrastruktur. Er ist bei der EAM so etwas wie die „gelben Engel“ beim ADAC, rückt immer dann aus, wenn an einer Säule Not am Mann ist.

Frank kennt die Technik und die IT der Ladesäulen in- und auswendig, begleitet ihren Aufbau vom Anschluss ans Netz bis zur Inbetriebnahme und findet immer die passende Lösung. „Meist handelt es sich um Softwareprobleme, die ich schnell mit meinem Laptop beheben kann, spezielle Bauteile müssen nur selten ausgetauscht werden“, erklärt der Techniker, der bei einer Störung beispielsweise ein Gerät anschließen kann, das ein Fahrzeug simuliert, um den konkreten Fehler zu finden.

Für leichtere Fälle ist das Regioteam zuständig, dessen Mitarbeiter sehr schnell vor Ort sein können, etwa wenn ein Kunde nach dem Ladevorgang das Kabel nicht von seinem Auto abbekommt. Manuel Blumenauer ist einer von ihnen und eilt Kunden zur Hilfe, wenn die Technik mal streikt. „Die Ruhe zu bewahren, ist manchmal schon die halbe Miete, oft reicht es schon, alle Abläufe nochmal ganz in Ruhe und exakt nach Anleitung zu wiederholen, die an allen Säulen angebracht ist“, so der Experte. „Manchmal muss man der Technik einfach eine zweite Chance geben.“ (Sascha Hoffmann)

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