Wahrzeichen wurde auf Standfestigkeit getestet

Was war denn da los? An der Friedenseiche in Rengershausen wurde gezogen

Zugtest: Die Schauenburger Firma Riechmann und Rinn-tech unterzogen die Rengershäuser Friedenseiche gemeinsam mit dem Baunataler Bauhof einem Zugtest.
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Zugtest: Die Schauenburger Firma Riechmann und Rinn-tech unterzogen die Rengershäuser Friedenseiche gemeinsam mit dem Baunataler Bauhof einem Zugtest.

Um die Friedenseiche in Baunatal-Rengershausen wurde kürzlich ein Seil gespannt – und dann kräftig an ihr gezogen. Soll sie gefällt werden? Was war da los?

Die Stadt kann Entwarnung geben: Der Baum wurde einem Zugtest unterzogen. Dabei wird mit Messgeräten geprüft, ob die Wurzeln noch ausreichend Standsicherheit gewährleisten und ob der Stamm trotz Wettereinflüssen nach wie vor stabil ist. Der Zugtest wurde von den Firmen Baumpflege Riechmann, Rinn-tech und dem Baunataler Bauhof vorgenommen. Alle vier Jahre gibt es einen solchen Test.

Die Messergebnisse waren laut der Stadt eindeutig: Die Eiche hat den Test bestanden und kann an ihrem Standort neben der Kirche bleiben. Notwendig sind die Tests, da das Rengershäuser Wahrzeichen vor einigen Jahren von einem Wurzelpilz befallen war – seitdem wird der Baum regelmäßig kontrolliert. Vor etwa zwei Jahren erhielt er beispielsweise eine Art „Vitaminspritze“, um sich besser gegen den Pilz wehren zu können. „Bei Ultraschalltests konnte man eine große Verbesserung sehen“, sagt Gerhard Reinbold vom städtischen Bauhof. Die Hohlräume im Inneren des Stamms hätten sich deutlich verkleinert – das sorge für mehr Standfestigkeit.

Die Friedenseiche wurde 1870/71, also vor 150 Jahren, neben der evangelischen Kirche gepflanzt, um an das Ende des Deutsch-Französischen Krieges zu erinnern. Zudem wurden die Namen der Kriegskämpfer auf einer Tafel verewigt, die sich noch heute rechts neben dem Eingang der Kirche befindet.

Im vergangenen Jahr haben der Bauhof, die städtischen Kindertagesstätten und die Baunataler Waldstation das „Projekt Friedenseiche“ ins Leben gerufen, um das genetische Erbe der Eiche zu erhalten.

Die damals gesammelten Eicheln wurden in den Kitas Altenritte und Rengershausen sowie in der Waldstation ausgesät. Wenn sie groß genug sind, werden die Pflanzen in die Baumschule Pflanzlust in Wolfhagen gebracht.

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